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Österreichischer FaserherstellerLenzing sichert sich 300 Millionen Euro für Konzernumbau

21.10.2026, 09:41 Uhr
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(Foto: picture alliance / TEAM FOTOKERSCHI / APA / picturedesk.com)

Der Faserhersteller Lenzing hat mit seiner Kapitalerhöhung 301,2 Millionen Euro eingenommen.

Bestehende Aktionäre zeichneten dabei 99 Prozent der insgesamt 34.756.362 neuen Aktien zu einem Bezugspreis von 8,65 Euro, teilte das österreichische Unternehmen mit. "Der erfolgreiche Abschluss der Kapitalerhöhung unterstreicht das Vertrauen in Lenzing und unsere strategische Transformation", sagte Vorstandschef Georg Kasperkovitz. Mit der gestärkten finanziellen Basis werde das Unternehmen nachhaltig auf profitables Wachstum ausgerichtet.

Die Großaktionäre zogen mit. Das Syndikat aus der B&C Gruppe und dem brasilianischen Zellstoffkonzern Suzano zeichnete gut 52 Prozent des Angebots, die österreichische Oberbank übernahm knapp vier Prozent. Die wenigen nicht bezogenen Aktien wurden von den Konsortialbanken am Markt verkauft, hieß es weiter.

Die Ankündigung der Kapitalerhöhung Anfang Oktober hatte die Lenzing-Aktie auf Talfahrt geschickt, wobei das Papier zeitweise auf den tiefsten Stand seit 2009 einbrach. Die Maßnahme ist Teil eines tiefgreifenden Konzernumbaus unter dem seit Juni amtierenden Vorstandschef Kasperkovitz. Mit dem frischen Geld soll die Strategie "Grow Nonwovens, Reset Textiles" umgesetzt werden. Im Mittelpunkt stehen der Ausbau des Geschäfts mit Vliesstoffen ("Nonwovens") und die Fokussierung des Textilgeschäfts auf Premiumsegmente.

Mittelfristig strebt Lenzing damit eine Steigerung des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 150 Millionen Euro, eine Ebitda-Marge zwischen 20 und 25 Prozent und einen Netto-Verschuldungsgrad von weniger als dem 2,5-fachen des Ebitda an. Die neuen Aktien sollen voraussichtlich ab dem 23. Oktober an der Wiener Börse gehandelt werden.

Quelle: ntv.de, rts

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