Vertrauen in Wirtschaft stärken"Made in Germany" Initiative investiert 850 Milliarden Euro

Die Wirtschaftsinitiative "Made in Germany" will das Vertrauen in den Standort Deutschland stärken - und dabei hunderte Milliarden Euro investieren.
Wie die branchenübergreifende Unternehmensinitiative am Mittwoch mitteilte, belaufen sich die gesamten Investitionspläne der Mitgliedsunternehmen für die Jahre 2025 bis 2028 inzwischen auf mehr als 850 Milliarden Euro. Allein 2025 seien in Deutschland bereits mehr als 200 Milliarden Euro investiert worden.
Die zentrale Botschaft bleibe: "Wir glauben an Deutschland. Wir wollen hier investieren", erklärte die Initiative, der insgesamt 147 Unternehmen und Investoren angehören. Um die geplanten und auch zukünftige Investitionen umzusetzen, seien allerdings "bessere und verlässliche Rahmenbedingungen von zentraler Bedeutung", mahnte die Wirtschaftsinitiative. "Die aktuellen Reformpläne der Bundesregierung sind ein erster wichtiger Schritt, müssen aber konsequent umgesetzt werden und dürfen nicht die letzten sein."
Denn der Reformbedarf bleibe hoch: Deutschland brauche "wettbewerbsfähige Energiekosten, weniger Bürokratie und beschleunigte Genehmigungsverfahren". Notwendig seien Reformen, "die Unternehmen und Bürger gleichsam entlasten, neue Technologien fördern und die Kapitalmärkte stärken, damit privates Kapital schneller in Innovation, Infrastruktur und neue Arbeitsplätze fließt". Dies sei "die Grundvoraussetzung für Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit".
Am Jahrestreffen der Wirtschaftsinitiative wollte am Mittwoch auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) teilnehmen. Später war ein gemeinsames Pressestatement von Merz und Siemens-Chef Roland Busch sowie Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing geplant. Vor Merz sollte am Nachmittag bereits Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) eine Rede halten.