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Mehr Nachwuchs in der PflegeZahl der Ausbildungsanfänger in der Pflege steigt 2025 in Deutschland deutlich

18.03.2026, 09:46 Uhr
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In Deutschland haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Menschen eine Ausbildung in der Pflege begonnen als zuvor.

Rund 64.300 Lehrlinge schlossen einen neuen Vertrag zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann ab - und damit acht Prozent oder 4900 mehr als 2024, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch zu vorläufigen Ergebnissen mitteilte. Insgesamt befanden sich zum Jahresende 2025 rund 158.000 Menschen in einer solchen Ausbildung - dies ist ein Rekord seit Einführung der sogenannten generalistischen Pflegeausbildung 2020. Experten sehen dennoch - vor allem im Zuge der alternden Gesellschaft - einen Pflegenotstand in Deutschland.

Der Beruf bleibt weiter eine Frauendomäne. Von den neuen Auszubildenden waren 71 Prozent Frauen und 29 Prozent Männer. Allerdings stieg die Zahl der männlichen Auszubildenden mit plus 15 Prozent deutlich stärker als die der weiblichen, die um sechs Prozent zulegte. Seit dem Start der neuen Ausbildungsform 2020 hat sich der Männeranteil den Angaben zufolge immerhin um fünf Prozentpunkte erhöht.

Um die Lage in der Pflege zu verbessern, hat die Politik ein Pflegestudium eingeführt, das seit 2024 finanziert und für Studierende vergütet wird. Rund 800 Personen begannen 2025 ein solches Studium, das neben dem Bachelor-Abschluss auch die Berufszulassung als Pflegefachkraft umfasst. Insgesamt waren Ende 2025 rund 1800 Personen eingeschrieben, davon 77 Prozent Frauen. Mit der 2020 eingeführten generalistischen Pflegeausbildung wurden die zuvor getrennten Ausbildungen in der Gesundheits-, Kranken- und Altenpflege zusammengelegt. 

Quelle: ntv.de, rts

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