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Studie zu KlimawandelMehr als jeder fünfte Ältere weltweit von gefährlicher Hitze bedroht

18.08.2026, 13:17 Uhr
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Die wegen des Klimawandels weltweit steigenden Temperaturen und zunehmenden Hitzewellen gefährden die Gesundheit älterer Menschen laut einer Studie deutlich stärker als bislang angenommen.

Sollte die Durchschnittstemperatur bis zum Jahr 2100 um 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter steigen, werden weltweit 22 Prozent aller über 60-Jährigen jedes Jahr mindestens einem Monat mit gesundheitsgefährdender Hitze ausgesetzt sein, heißt es in der am Dienstag in der Fachzeitschrift "The Lancet Planetary Health" veröffentlichten Untersuchung.

Jedes zusätzliche Grad bedeute einen weiteren Monat unerträglicher Hitze und Feuchtigkeit für eine Milliarde Menschen. Bei einer Erwärmung um 3,0 Grad wären ältere Menschen in Südasien und der Golfregion den Forschern zufolge jedes Jahr drei Monate lang rund um die Uhr mit für sie unerträglicher Hitze konfrontiert.

Bisherige Studien zu der Frage, wie Menschen Hitze bei gleichzeitiger Feuchtigkeit aushalten, seien ausschließlich bei jungen und gesunden Erwachsenen vorgenommen worden, erklärten die Studienautoren von der Stanford University. Damit berücksichtigten sie nicht, dass Ältere wegen ihrer verringerten Fähigkeit zum Schwitzen, geschwächter Herzen sowie Vorerkrankungen durch Hitze deutlich stärker gefährdet seien.

Für ihre Berechnungen nutzten die Autoren nun die Ergebnisse kürzlich in den USA vorgenommener Experimente, bei denen die Auswirkungen starker feuchter Hitze auf Probanden im Alter von mehr als 60 Jahren untersucht wurden. Auf Basis dieser Daten berechneten die Wissenschaftler, wie stark verschiedene Altersgruppen bis zum Jahr 2100 von Hitze betroffen sein werden.

"Unerträgliche Hitze wird in viel größerem Ausmaß und für längere Perioden auftreten und wesentlich mehr Menschen treffen als bisher geschätzt", schlussfolgern die Wissenschaftler. Dies werde zu Wanderungsbewegungen und neuen humanitären Bedrohungen führen.

Quelle: ntv.de, AFP

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