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Schlag gegen KartellMexiko nimmt Vertrauten von "El Mencho" als möglichen Nachfolger fest

28.04.2026, 13:31 Uhr
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(Foto: picture alliance / Anadolu)

Zwei Monate nach dem Tod des mexikanischen Drogenbosses Nemesio Oseguera alias "El Mencho" bei einem Militäreinsatz haben die mexikanischen Behörden seinen früheren engen Vertrauten und potenziellen Nachfolger festgenommen.

Audias Flores Silva galt bis zu "El Menchos" Tod am 22. Februar als seine "rechte Hand" beim einflussreichen Drogenkartell Jalisco Nueva Generación, wie Sicherheitsexperte David Saucedo der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Mexikos Sicherheitsminister Omar García Harfuch erklärte am Montag (Ortszeit) im Onlinedienst X, Flores Silva sei im westlichen Bundesstaat Nayarit gefasst worden. In den Bundesstaaten Jalisco und Zacatecas sollen mehrere Labore zur Herstellung der synthetischen Droge Methamphetamin unter seiner Kontrolle gestanden haben.

Die US-Behörden hatten eine Belohnung in Höhe von fünf Millionen Dollar (4,3 Millionen Euro) für seine Ergreifung ausgesetzt und fordern demnach seine Auslieferung. Der Mexikaner war bereits fünf Jahre lang in den USA inhaftiert, 2016 wurde er freigelassen.

Sicherheitsexperte Saucedo sagte unter Berufung auf mexikanische und US-Geheimdienstquellen, Flores Silva habe in "El Menchos" Namen eine Allianz zwischen dessen Drogenkartell Jalisco Nueva Generación (CJNG) und den Chapitos, einer Abspaltung des von Joaquin "El Chapo" Guzmán gegründeten Sinaloa-Kartells, geschmiedet. Die Denkfabrik Insight Crime hat Flores Silva, der auch unter dem Namen "El Jardinero" (Der Gärtner) bekannt ist, als einen möglichen Nachfolger von "El Mencho" an der Spitze von CJNG bezeichnet.

"El Mencho" war am 22. Februar bei einem Armeeeinsatz in Tapalpa im Westen Mexikos tödlich verletzt worden. Wütende Bandenmitglieder blockierten nach "El Menchos" Tod Straßen in zahlreichen mexikanischen Bundesstaaten und setzten Autos und Geschäfte in Brand. Bei dem Einsatz gegen "El Mencho" und den darauffolgenden Gefechten zwischen Bandenmitgliedern und Sicherheitskräften wurden mehr als 70 Menschen getötet.

Quelle: ntv.de, AFP

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