Trotz Widerstandes Mindestlohn in Spanien steigt um fünf Prozent

Die Erhöhung komme besonders jungen Menschen und Frauen zugute, unterstrich Ministerpräsident Pedro Sánchez. Der Sozialist war im November nach einer hart umkämpften Wahl für eine weitere vierjährige Amtszeit bestätigt worden. Im Wahlkampf hatte er versprochen, die seit seinem Amtsantritt 2018 eingeleitete Anhebung des Mindestlohns fortzusetzen.
Die wichtigste Arbeitgeberorganisation, die CEOE, hatte in den vergangenen Wochen eine geringere Anhebung gefordert. Es kam zu keiner Einigung, Sánchez' Regierung drückte die fünf Prozent dann in Zusammenarbeit mit den beiden wichtigsten Gewerkschaften des Landes durch. "Ich bedauere die Haltung der spanischen Arbeitgeber sehr", sagte Arbeitsministerin Yolanda Díaz. Die spanische Wirtschaft werde durch den höheren Mindestlohn nicht benachteiligt.