Kurznachrichten

Pistorius auf GelöbnisfeierNeuer Wehrdienst stärkt "gesellschaftliche Resilienz"

20.07.2026, 16:09 Uhr
20-07-2026-Berlin-Boris-Pistorius-SPD-Bundesminister-der-Verteidigung-richtet-waehrend-einer-Gedenkveranstaltung-der-Bundesregierung-im-Ehrenhof-des-Bendlerblocks-anlaesslich-des-Nationalen-Gedenktags-an-den-Widerstand-gegen-die-nationalsozialistische-Gewaltherrschaft-einen-Kranz-Der-Tag-erinnert-an-das-missglueckte-Attentat-auf-Adolf-Hitler-am-20-Juli-1944
Boris Pistorius (SPD), Bundesminister der Verteidigung, richtet während einer Gedenkveranstaltung der Bundesregierung im Ehrenhof des Bendlerblocks anlässlich des Nationalen Gedenktags an den Widerstand gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft einen Kranz. Der Tag erinnert an das missglückte Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944. (Foto: dpa)

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat bei der traditionellen Gelöbnisfeier zum Jahrestag des Attentats auf Adolf Hitler vor 82 Jahren an die gesamtgesellschaftliche Verantwortung der Soldatinnen und Soldaten appelliert.

Der neue Wehrdienst schaffe ein Bewusstsein dafür, wofür es sich als Gesellschaft zu kämpfen lohne, sagte Pistorius am Montag bei der Zeremonie im Berliner Bendlerblock. "Und das stärkt unsere gesellschaftliche Resilienz."

An der Gelöbnisfeier nahmen rund 240 Rekrutinnen und Rekruten der Bundeswehr teil, unter ihnen erstmals auch Rekrutinnen und Rekruten des neuen Wehrdienstes. Die Bundeswehr und die Bundesregierung setzen beim neuen Wehrdienst auf Freiwilligkeit. Ziel des neuen Wehrdienstgesetzes ist es, die Zahl der aktiven Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten bis 2035 von derzeit gut 184.000 auf 255.000 bis 270.000 zu erhöhen.

Durch diesen Dienst würden "wieder mehr Menschen an den Küchentischen in unserem Land sitzen, die eben aus eigener Erfahrung erzählen können, was Dienst für unser Gemeinwesen bedeutet", sagte Pistorius. Diese Menschen könnten vermitteln, "dass Sicherheit keine abstrakte Größe ist", sondern "Voraussetzung für unsere Freiheit, für unsere Demokratie und damit für jeden einzelnen Tag unseres Lebens". Pistorius äußerte die Überzeugung, dass der neue Wehrdienst dazu beitragen werde, "dieses kollektive Verantwortungsbewusstsein tiefer in unserer Gesellschaft zu verankern".

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) erinnerte bei einer Feierstunde an das Vermächtnis der Attentäter um Claus Schenk Graf von Stauffenberg, die am 20. Juli 1944 erschossen wurden. Die "vielleicht wichtigste Lehre" des 20. Juli sei "nicht die Frage, ob wir eines Tages zu Heldinnen oder Helden werden, sondern ob wir jeden Tag Menschen sind, die den Mut haben, ihrem Gewissen zu folgen". Denn die Freiheit von morgen entscheide sich "in unserem Handeln heute".

Quelle: ntv.de, AFP

Regionales