Krieg in GolfregionÖlpreis nähert sich wieder an Hundert-Dollar-Marke an

Der Ölpreis bewegt sich angesichts der jüngsten Eskalation im Nahen Osten erneut in Richtung der symbolträchtigen Hundert-Dollar-Marke.
Der Preis für ein Barrel (rund 159 Liter) der Nordseesorte Brent stieg am Dienstag um rund 1,7 Prozent auf 98,63 Dollar, während das US-Pendant West Texas Intermediate (WTI) für 93,72 Dollar gehandelt wurde – ein Plus von 2,45 Prozent.
"Die Befürchtungen hinsichtlich eines langwierigen Konflikts im Nahen Osten nehmen zu", erklärte XTB-Analystin Kathleen Brooks. Der durch die geopolitischen Spannungen in der Golfregion ausgelöste Ölpreisanstieg könne sich noch beschleunigen, "je näher wir der Marke von hundert Dollar pro Barrel kommen", fügte sie hinzu.
Teurer wurde am Dienstag auch Erdgas gehandelt: Der als Referenz für die Großhandelspreise geltende Terminkontrakt TTF an der Energiebörse in den Niederlanden legte um 2,69 Prozent auf 75,28 Euro pro Megawattstunde zu.
Der Ölpreis war infolge des von den USA und Israel Ende Februar begonnenen Iran-Krieges zeitweilig bereits über die Hundert-Dollar-Marke gestiegen, da sich der Konflikt massiv auf wichtige Transportwege auswirkt und zudem auch immer wieder Förderstätten und weitere Infrastruktur betroffen sind. Am Dienstag teilte Saudi-Arabien mit, dass bei den schwersten Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz seit Jahren mehr als 70 Menschen verletzt und zudem Brände in Öl-Anlagen ausgelöst worden seien.