AußenwirtschaftOsthandel belebt deutsche Exporte trotz China-Schwäche und US-Zöllen

Der deutsche Osthandel schiebt das von hohen US-Zöllen und einer China-Flaute belastete deutsche Exportgeschäft an.
Die Ausfuhren in die 29 Länder der Region Mittel- und Osteuropa sowie Zentralasien wuchsen in den ersten drei Quartalen um 2,3 Prozent auf 216 Milliarden Euro. Das teilte der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft am Mittwoch mit. Zum Vergleich: Die gesamten Ausfuhren legten bis Ende September nur um 0,3 Prozent zum Vorjahreszeitraum zu, weil das Geschäft mit den weltgrößten Volkswirtschaften USA und China schrumpft. Die deutschen Importe aus dem Osten wuchsen sogar um 3,5 Prozent auf 197 Milliarden Euro.
"Die EU-Staaten in Mittel- und Südosteuropa waren im Jahresverlauf erneut verlässliche Partner der deutschen Exportwirtschaft", sagte die Vorsitzende des Ost-Ausschusses, Cathrina Claas-Mühlhäuser, der Nachrichtenagentur Reuters. "Allein die Ausfuhren in die beiden größten Märkte der Region, Polen und Tschechien, legten in den ersten drei Quartalen 2025 gegenüber dem Vorjahr zusammen um fast 5,6 Milliarden Euro zu." Polen baue mit einem Exportplus von sechs Prozent auf 74,3 Milliarden Euro in den ersten neun Monaten seine Rolle als viertgrößter Absatzmarkt Deutschlands vor Italien und China weiter aus.