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Das Pitt-Rivers-MuseumOxford-Universität gibt sterbliche Überreste von 39 Menschen an indigene Volksgruppe zurück

07.09.2026, 15:46 Uhr
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(Foto: picture alliance / Peter Schickert)

Das Pitt-Rivers-Museum der Universität Oxford gibt die sterblichen Überreste von 39 Menschen an das Volk der Naga im Nordosten Indiens zurück.

Das Pitt-Rivers-Museum der Universität Oxford gibt die sterblichen Überreste von 39 Menschen an das Volk der Naga im Nordosten Indiens zurück. Das Museum, das die weltgrößte Sammlung von Naga-Artefakten besitzt, erklärte am Montag, die Universität habe einem Restitutionsantrag der Naga-Organisation FNR zugestimmt. Ein Datum für die Übergabe der Gebeine werde nun in enger Zusammenarbeit mit den Naga vereinbart.

Die Gebeine seien "viel zu lange fern ihrer Heimat" gewesen, erklärte die Museumsdirektorin Laura Van Broekhoven. Sie waren im frühen 20. Jahrhundert von britischen Kolonialbeamten nach England gebracht worden. Einige von ihnen waren bis 2020 Teil der öffentlichen Ausstellung des Museums.

"Für die Naga bedeutet Rückführung nicht nur, dass Gebeine und sterbliche Überreste der Vorfahren ihren Weg zurück in ihr Land finden, sondern vor allem, dass die Erinnerung dorthin zurückkehrt, wo sie hingehört", erklärten die FNR und andere Naga-Organisationen in einer Stellungnahme.

Immer mehr westliche Museen geben in der Kolonialzeit geraubte oder unrechtmäßig erworbene Kunst- und Kulturschätzen an die Herkunftsländer zurück. Das Londoner Horniman-Museum hatte 2022 insgesamt 72 von britischen Soldaten geraubte Kunstschätze an Nigeria zurückgegeben, darunter auch zwölf kostbare Benin-Bronzen. Anfang dieses Jahres gab die Universität Edinburgh sechs menschliche Schädel an eine Gruppe nordamerikanischer Ureinwohner zurück.

Quelle: ntv.de, afp

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