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Wohl russische Flagge getragenPolen ruft Nigeria zu Freilassung von Studenten und Dozent auf

09.08.2024, 16:58 Uhr
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(Foto: Marcin Bielecki/PAP/dpa)

Nach der rätselhaften Festnahme von sechs Studenten und einem Dozenten der Universität Warschau im Norden Nigerias hat die polnische Regierung ihre Freilassung gefordert. Vizeaußenminister Jakub Wisniewski sagte vor Reportern, dass er den Appell bei einem Treffen mit dem nigerianischen Geschäftsträger in Warschau übermittelt habe. Eine Reaktion Nigerias gab es zunächst nicht.

Die sechs Studierenden und ihr Dozent waren im Norden Nigerias für ein Bildungsprogramm unterwegs, in dessen Rahmen sie vor Ort die Sprache Haussa erlernen wollten. Inmitten von Großprotesten gegen hohe Inflation und weit verbreiteten Hunger wurden sie Anfang der Woche festgenommen. Ein Sprecher des nigerianischen Geheimdienstes sagte, sie hätten während der Kundgebung russische Flaggen getragen, was polnische Regierungsvertreter für unwahrscheinlich halten.

Vizeaußenminister Wisniewski berichtete, er habe dem Geschäftsträger gesagt, dass das Verhalten der Studierenden vor deren Festnahme sicherlich ihrer Unkenntnis lokaler Gepflogenheiten, der Kultur und Gesetze geschuldet gewesen sei. Dass die Studierenden russische Flaggen getragen haben sollen, glaube er aber nicht. Die sieben Staatsbürger seien in die nigerianische Hauptstadt Abuja gebracht worden und dort sicher.

Tatsächlich sind einige wenige ortsansässige Demonstranten im Norden Nigerias beim Schwenken russischer Flaggen gesichtet worden. Dies spiegelt einen Trend in anderen Ländern Afrikas wider, in denen es in jüngsten Jahren zu Militärputschen kam. In diesen Staaten haben sich die Junten verstärkt Russland zugewandt und zugleich Verbindungen zum Westen gekappt.

Quelle: ntv.de, AP

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