Reserven für KrisensituationenPolens Regierung will massiv in den Zivilschutz investieren

Die polnische Regierung hat massive Investitionen in den Schutz der Zivilbevölkerung angekündigt.
Die polnische Regierung hat massive Investitionen in den Schutz der Zivilbevölkerung angekündigt. In den Jahren 2027 bis 2031 seien Ausgaben in Höhe von 102 Milliarden Zloty (23,4 Milliarden Euro) vorgesehen, sagte Regierungschef Donald Tusk am Dienstag. Es solle erreicht werden, dass die Menschen in Polen das Gefühl haben, "dass wir Monat für Monat zu einem sichereren Ort werden, selbst in kritischen Situationen".
Das EU- und Nato-Mitglied Polen ist ein wichtiger Verbündeter der Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen Russland und hat seine Investitionen in Verteidigung, Cybersicherheit und den Schutz der Infrastruktur in den vergangenen Jahren erhöht. Nach Regierungsangaben sollen die nun angekündigten Mittel unter anderem in die Sicherstellung der Wasser- und Energieversorgung, die Anlage von Reserven für Krisensituationen und in die Cybersicherheit fließen.
Rund ein Viertel des Geldes soll laut Tusk den polnischen Regionen zur Verfügung gestellt werden, die dann selbst darüber entscheiden sollen, wie sie diese Mittel verwenden. Als Beispiele nannte Tusk den Bau von Schutzräumen, den Ausbau der Rettungsinfrastruktur sowie die Stärkung der Telekommunikation.
Polen hat Russland seit dem Beginn seiner großangelegten Invasion in der Ukraine im Februar 2022 mehrfach der "Sabotage" beschuldigt und vor Cyberangriffen und anderen hybriden Bedrohungen gewarnt. Moskau weist die Vorwürfe zurück.