Umbau bis 2035Porsche spart mit Stellenabbau Milliarden an Kosten

Der Autobauer Porsche wird durch den angekündigten Abbau von weiteren 5000 Stellen bis 2035 mehrere Milliarden Euro einsparen
.Wie Finanzchef Jochen Breckner am Mittwoch weiter erklärte, stehen dem weniger als eine Milliarde Euro an Aufwand für den sozialverträglichen Abbau wie Abfindungen gegenüber. Jährlich sänken die Kosten unter dem Strich um einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag.
Das Gros der Stellen werde im Stammwerk Zuffenhausen und dem Entwicklungszentrum Weissach außerhalb der Produktion abgebaut, ergänzte Vorstandschef Michael Leiters. Die Belegschaft sei in den vergangenen Jahren im Verwaltungs- und Managementbereich überproportional gewachsen. Da zugleich mit der Standortsicherung bis 2035 ein langer Zeitraum abgesteckt wurde, gibt es Leiters zufolge einen Plan, wie womöglich größere künftige Herausforderungen gemeinsam mit den Arbeitnehmern angegangen werden könnten.
Der zweite große deutsche Produktionsstandort Leipzig ist nicht Teil der Vereinbarung zum Personalabbau. Dort seien schon im vergangenen Jahr Maßnahmen ergriffen und entschieden worden, wie es mit dem für 2028 erwarteten Nachfolger des kleinen SUV Macan dort weitergehe. "Alles weitere wird sich zeigen", sagte Leiters. Er bestätigte zudem, dass überlegt werde, die Produktion des großen SUV Cayenne aus Bratislava dorthin zu verlagern. "Wir schauen uns das an, um die Auslastung in Leipzig zu optimieren - aber wir haben schon eine gute Auslastung im Plan", sagte Leiters. Der Cayenne wäre eine zusätzliche Möglichkeit. Gefragt sei aber hier eine Lösung nicht nur für Porsche, sondern auch für die Volkswagen-Gruppe, da auch VW- und Audi-Modelle in dem slowakischen Werk vom Band laufen.