Preisanstieg um 3,2 Prozent Wohnimmobilien in Deutschland erstmals seit 2022 wieder teurer

Wohnimmobilien in Deutschland haben sich 2025 nach zuvor zwei Jahren in Folge mit Preisrückgängen erstmals wieder verteuert.
Sie kosteten durchschnittlich 3,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das war der erste Anstieg seit 2022. Steigende Zinsen, teure Materialien und höhere Lebenshaltungskosten hatten damals den jahrelangen Boom am Immobilienmarkt beendet. Dadurch brachen die Preise 2023 um 8,4 Prozent ein, 2024 um 1,5 Prozent. 2022 waren sie noch um 6,1 Prozent gestiegen.
Der Aufwärtstrend dürfte sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters unter Immobilienanalysten zufolge werden die Preise in diesem Jahr voraussichtlich um 3,3 Prozent zulegen. Für 2027 und 2028 wird ein Plus von jeweils drei Prozent vorhergesagt.
Zuletzt zeigte der Trend nach oben: Im vierten Quartal 2025 verteuerten sich Wohnimmobilien um 3,0 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Dabei zogen die Preise in allen Regionen an. Für Eigentumswohnungen zahlten Käuferinnen und Käufer in dünn besiedelten ländlichen Kreisen 5,4 Prozent und in kreisfreien Großstädten 4,8 Prozent mehr. In den sieben größten Städten Deutschlands (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf) stiegen die Preise um 2,1 Prozent zum Vorjahresquartal.
Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerten sich im Durchschnitt mit 3,2 Prozent am stärksten in den dünn besiedelten Kreisen und mit 3,1 Prozent in den kreisfreien Großstädten. In den sieben größten Städten kosteten Ein- und Zweifamilienhäuser 1,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Verglichen mit dem Vorquartal sind die Preise für Wohnimmobilien in einigen Regionen am Jahresende 2025 gefallen. So kosteten Eigentumswohnungen in den sieben größten Städten 1,6 Prozent weniger, in kreisfreien Großstädten 0,1 Prozent weniger. In den dünn besiedelten ländlichen Kreisen stiegen die Durchschnittspreise für Eigentumswohnungen hingegen um 2,6 Prozent.