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ElektromobilitätRenault-Chef: Nachfrage nach E-Autos übersteigt Kapazitäten – Boom wegen hoher Spritpreise

10.06.2026, 13:56 Uhr
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(Foto: picture alliance / W2Art / Alexandra Wagner)

Die hohen Spritpreise infolge des Iran-Kriegs sorgen bei Renault für einen Boom bei Elektroautos.

In Märkten wie Frankreich und Deutschland seien die Orderbücher seit Kriegsbeginn um 50 Prozent angeschwollen, sagte Renault-Chef Francois Provost der Nachrichtenagentur Reuters. Die hohen Kraftstoffpreise hätten das Interesse an E-Autos befeuert. Renault habe zwar keine Probleme bei der Beschaffung von Batterien, tue sich aber schwer, mit der Nachfrage Schritt zu halten.

"Wir übersteigen derzeit die Kapazitäten unserer Zulieferer", sagte Provost. Eine eigens eingerichtete Arbeitsgruppe solle sich des Themas annehmen. Der französische Autobauer erwäge nun, in der zweiten Jahreshälfte zusätzliche Schichten in seinen E-Auto-Werken in Douai und Maubeuge in Frankreich sowie in Novo Mesto in Slowenien einzuführen.

Europaweit stiegen die Verkäufe von reinen E-Autos in den ersten vier Monaten um 29 Prozent auf fast eine Million Fahrzeuge, wie Renault mitteilte. Provost erklärte, er gehe davon aus, dass das starke Interesse nach einem Kriegsende und sinkenden Spritpreisen zwar nachlassen werde. Der Trend zur Elektromobilität werde sich aber weiter beschleunigen. Um E-Autos künftig günstiger anbieten zu können, wünsche er sich mittelfristig, dass der chinesische Batteriehersteller Envision AESC in seinem Werk in Douai mit der Produktion von günstigeren Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) beginne.

Die steigende Nachfrage nach E-Autos in mehreren großen Ländern hat den europäischen Automarkt in Schwung gebracht. Nach jüngsten Angaben des Branchenverbands ACEA wurden in den ersten vier Monaten mit knapp 3,8 Millionen Autos 4,2 Prozent mehr Fahrzeuge in der Europäischen Union verkauft als vor Jahresfrist.

Quelle: ntv.de, rts

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