HessenDAK: Hessen im ersten Halbjahr weniger krankgeschrieben

Hessische DAK-Versicherte haben sich in den ersten sechs Monaten des Jahres etwas seltener krankschreiben lassen. Die Gründe der Fehltage haben sich verändert.
Wiesbaden (dpa/lhe) - Hessische DAK-Versicherte haben sich in den ersten sechs Monaten 2026 etwas weniger krankschreiben lassen als im Vorjahreszeitraum. Im Schnitt waren an jedem Tag von Januar bis Juni 55 von 1.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer krankgeschrieben, wie die Krankenkasse nach einer Analyse mitteilte.
Das entspricht einem Wert von 5,5 Prozent - 0,2 Prozentpunkte weniger als im ersten Halbjahr 2025. Die durchschnittliche Erkrankungsdauer habe im ersten Halbjahr bei 9,3 Tagen gelegen. In der ersten Jahreshälfte 2025 sei sie mit 9,1 Tagen etwas kürzer gewesen, hieß es.
Neuer Spitzenreiter bei Gründen für Krankschreibungen
"Besonders auffällig ist der Rückgang bei den Atemwegserkrankungen", schrieb die DAK. In Hessen sanken die Fehltage bei Erkrankungen des Atmungssystems demnach von rund 248 auf 195 Tage je 100 Beschäftigte. "Das entspricht einem Minus von rund 21 Prozent."
Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen nahmen hingegen um 12 Prozent zu. "Das hat zur Folge, dass im ersten Halbjahr 2026 psychische Erkrankungen der häufigste Krankschreibungsgrund waren. Im Vorjahr waren es noch die Atemwegserkrankungen", hieß es. Auf dem dritten Platz liegen laut Krankenkasse unverändert Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems, etwa Rückenschmerzen.
Für die aktuelle Krankenstands-Analyse hat das Berliner IGES Institut Daten von etwa 238.200 erwerbstätigen DAK-Versicherten in Hessen ausgewertet.