Unterbrechung erfolge "gezielt"Russische Behörden kündigen weitere Stromabschaltungen auf der Krim an

Als Reaktion auf ukrainische Drohnenangriffe haben die Behörden auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim weitere Stromabschaltungen angekündigt.
Als Reaktion auf ukrainische Drohnenangriffe haben die Behörden auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim weitere Stromabschaltungen angekündigt. "Die Energieinfrastruktur wurde durch feindliche Angriffe beschädigt, daher wird es auf der gesamten Krim zu vorübergehenden Stromausfällen kommen", teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur Sergej Aksjonow am Donnerstag mit. Die Unterbrechung der Stromversorgung erfolge "gezielt" und je nach Bedarf.
Aksjonow betonte, die Versorgung mit Lebensmitteln und wichtigen Medikamenten auf der Krim sei gesichert.
In Sewastopol, der größten Stadt der Schwarzmeer-Halbinsel, war am Mittwoch infolge der ukrainischen Angriffe der Strom ausgefallen. In der Nacht zum Donnerstag wurde die Krim nach russischen Behördenangaben erneut von ukrainischen Angriffen getroffen. Laut Aksjonow wurden dabei zwei Menschen getötet, darunter ein Kind.
Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren nahezu täglich mit Luftangriffen. Zuletzt hatte die ukrainische Armee ihre Gegenangriffe verstärkt. Sie greift nach Angaben Kiews neben militärischen Zielen vor allem die russische Öl- und Energieinfrastruktur an, um Russlands Kriegskasse zu schwächen. Auf der Krim war am Sonntag aufgrund der ukrainischen Attacken der Verkauf von Treibstoff eingestellt worden.
Russland hatte die Krim 2014 annektiert und nach einem international nicht anerkannten Referendum in sein Staatsgebiet eingegliedert. In der Nacht zum Donnerstag feuerte die russische Armee nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe 90 Drohnen und Iskander-Raketen von der Krim aus auf die Ukraine ab. 83 seien abgefangen worden.