4 Tote, 53 VerletzteSchwere Wohnhausexplosion: Stadt Paris und Baufirma müssen sich vor Gericht verantworten

Die Gasexplosion mitten im Zentrum kostete vier Menschen das Leben, verletzte 53 Personen und zerstörte Gebäude. Nun muss das Gericht klären, wer dafür Verantwortung trägt.
Knapp acht Jahre einer verheerenden Wohnhausexplosion im Zentrum von Paris mit vier Toten und 53 Verletzten müssen sich von Dienstag an die Stadt Paris und eine Baufirma vor Gericht verantworten. Weil ein absinkender Gehweg in der Rue de Trévise zweimal nicht ordnungsmäßig repariert wurde, soll es zu der Gasexplosion gegenüber von zwei Hotels gekommen sein. Zu den Toten gehörten zwei Feuerwehrleute, eine spanische Touristin und eine Bewohnerin des explodierten Hauses.
Die sehr heftige Explosion etwa einen Kilometer Luftlinie entfernt von der Pariser Oper beschädigte neun Gebäude sowie die Kanalisation schwer. Hunderte Menschen verloren ihr Zuhause. 184 Menschen wurden laut Gericht als Opfer anerkannt. Anfang 2022 verständigte die Stadt Paris sich mit den Opfern auf eine Entschädigung von 20 Millionen Euro, die aber kein Schuldeingeständnis sein sollte.
Die Stadt und die Baufirma müssen sich wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung und unbeabsichtigtem Herbeiführen einer Explosion verantworten. Dafür drohen ihnen hohe Geldstrafen. Alleine wegen fahrlässiger Tötung droht eine Geldstrafe von bis zu 225.000 Euro.