Appell vor TreffenSelenskyj fordert Trump zu Ukraine-Gesprächen mit Xi Jinping auf

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat US-Präsident Donald Trump aufgefordert, bei seinem Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping in Peking über die Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Krieges zu sprechen.
Er gehe davon aus, dass bei Trumps am Mittwoch beginnenden China-Besuch "auch die Frage der Beendigung des russischen Krieges gegen die Ukraine zur Sprache gebracht wird, sagte Selenskyj am selben Tag in Bukarest.
"Wir stehen in ständigem Kontakt mit unseren amerikanischen Partnern", betonte Selenskyj in einer Rede bei einem Gipfeltreffen der osteuropäischen Staatengruppe Bukarest Neun in der rumänischen Hauptstadt. Die von den USA vermittelten Gespräche über ein Ende des seit mehr als vier Jahre andauernden Kriegs haben bisher keinen Durchbruch gebracht. In der vergangenen Woche hatten erstmals seit Ende März wieder Gespräche zwischen ukrainischen und US-Gesandten stattgefunden.
Im Ukraine-Krieg sind bereits hunderttausende Menschen getötet worden. Es der opferreichste Konflikt in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. Als Voraussetzung für ein Friedensabkommen verlangt Russland von der Ukraine den Rückzug aus mehreren bisher nur teilweise von Moskau kontrollierten Regionen, darunter das wichtige Industriegebiet Donbass im Osten der Ukraine. Kiew weist die Forderungen entschieden zurück.
Peking und Moskau sind enge wirtschaftliche und politische Partner. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 sind die Beziehungen noch enger geworden.
China stellt sich indes im Ukraine-Krieg als neutral dar. Westliche Verbündete der Ukraine werfen China jedoch vor, sogenannte Dual-Use-Güter an Russland zu verkaufen, also Komponenten, die sowohl für zivile Produkte als auch für Rüstungsgüter verwendet werden können. Dadurch werde Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine überhaupt erst ermöglicht, heißt es etwa in Brüssel.