Hohe Öl- und GaspreiseShell steigert Gewinn auf rund 9,8 Milliarden Dollar

Der britische Energiekonzern Shell hat seinen Quartalsgewinn dank der hohen Energiepreise mehr als verdoppelt.
Der bereinigte Gewinn stieg auf 9,84 Milliarden Dollar nach 4,26 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Das lag deutlich über den Erwartungen der Analysten, die im Schnitt mit 8,92 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Shell profitiert von den Auswirkungen des Iran-Kriegs auf den weltweiten Öl- und Gashandel, der teilweise brach liegt. Dies bescherte dem Konzern den höchsten Quartalsgewinn und operativen Cashflow seit dem Jahr 2022.
Das starke Abschneiden im Gashandel und im Chemiegeschäft glich geringere Verkaufsvolumina aus, die durch Produktionsausfälle in Katar verursacht wurden. Der Betrieb der Gasverflüssigungsanlage Pearl ruht seit März, nachdem ein Angriff einen der beiden Produktionsstränge beschädigt hatte. Die Reparaturarbeiten dürften Shell zufolge etwa ein Jahr dauern. Der Nahe Osten macht rund 20 Prozent der Öl- und Gasproduktion des Konzerns aus. Die Nettoverschuldung sank auf 41,8 Milliarden Dollar.