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In den vergangenen 24 Stunden Staatsmedien: Irans Revolutionsgarden lassen mehr Schiffe durch die Straße von Hormus fahren

15.05.2026, 17:23 Uhr
11-05-2026-Iran-Bandar-Abbas-Das-am-8-Mai-2026-aufgenommene-Foto-zeigt-Schiffe-in-der-Strasse-von-Hormus-vor-Bandar-Abbas-im-Sueden-Irans
11.05.2026, Iran, Bandar Abbas: Das am 8. Mai 2026 aufgenommene Foto zeigt Schiffe in der Straße von Hormus vor Bandar Abbas im Süden Irans. Foto: -/kyodo/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (Foto: dpa)

Irans Revolutionsgarden lassen laut iranischem Staatsfernsehen mehr Schiffe durch die seit Kriegsbeginn von Teheran de facto gesperrte Straße von Hormus fahren.

Irans Revolutionsgarden lassen laut iranischem Staatsfernsehen mehr Schiffe durch die seit Kriegsbeginn von Teheran de facto gesperrte Straße von Hormus fahren. "In Abstimmung mit den Seestreitkräften des Korps der Islamischen Revolutionsgarden" (IRGC) könnten nun "mehr Schiffe" die Meerenge passieren, sagte ein Reporter des Staatsfernsehens am Freitag. Dies sei ein Zeichen dafür, dass "zahlreiche Länder die neuen rechtlichen Abläufe akzeptiert haben, die der Iran und die Seestreitkräfte des IRGC in dieser Region und in der Straße von Hormus eingeführt haben".

Am Donnerstag hatte das Staatsfernsehen berichtet, dass in den vergangenen 24 Stunden mehr als 30 Schiffen die Durchfahrt durch die strategisch und wirtschaftlich wichtige Meerenge erlaubt worden sei. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, dass "mehrere chinesische Schiffe" eine Genehmigung erhalten hätten. Irans Vizeparlamentspräsident Hamidresa Hadschibabaei hatte am 23. April mitgeteilt, dass Teheran durch die Verhängung einer Maut für die Passage der Straße von Hormus erste Einnahmen erzielt habe. Das Parlament in Teheran prüft derzeit Vorschläge zur Stärkung der Kontrolle über die Meerenge, durch die normalerweise ein Fünftel des weltweit verbrauchten Erdöls und Erdgases transportiert wird.

Die für den weltweiten Öl- und Gashandel immens wichtige Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman. Die iranische Blockade trieb weltweit die Preise für Öl, Flüssiggas und Düngemittel in die Höhe. Die USA werfen dem Iran zudem vor, Minen in der Meerenge verlegt zu haben. Die Straße von Hormus ist neben Irans Atomprogramm zentraler Knackpunkt bei den Verhandlungen über ein mögliches Ende des Krieges. US-Präsident Donald Trump dringt auf eine Öffnung der Schifffahrtsstraße. Mit einer am 13. April begonnenen Blockade iranischer Häfen will Washington den Druck auf Teherans Wirtschaft erhöhen.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen den Iran-Krieg begonnen. Teheran reagierte darauf mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region. Seit April gilt eine Feuerpause, Gespräche über ein Ende des Krieges brachten bislang keinen Durchbruch. Trump räumte zuletzt der derzeitigen Waffenruhe wegen wiederholter Gefechte in der Straße von Hormus nur eine "Überlebenschance von einem Prozent" ein.

Quelle: ntv.de, afp

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