Russische FreiwilligenkorpsStaatsmedien: Sieben Festnahmen in Moskau wegen Verbindungen zu pro-ukrainischer Miliz

Der russische Geheimdienst FSB hat Berichten zufolge in Moskau sieben Menschen festgenommen, denen Verbindungen zu pro-ukrainischen Kämpfern vorgeworfen werden. "Die sieben festgenommenen Einwohner Moskaus unterhielten Kontakte zum Russischen Freiwilligenkorps, das als Teil der ukrainischen Armee agiert", teilte der FSB nach Angaben staatlicher Nachrichtenagenturen mit.
Die Verdächtigen sollen demnach zusammen mit Mitgliedern des Freiwilligenkorps, das von Moskau als "terroristische Organisation" eingestuft wird, über "gewalttätige Aktionen gegen Vertreter der Ordnungskräfte, des Militärs sowie Ausländer" beraten haben. Durch die Festnahmen sei die Gründung einer "kriminellen Gruppe" in der russischen Hauptstadt verhindert worden.
Das Freiwilligenkorps setzt sich aus russischen Kämpfern zusammen, die gegen die Offensive in der Ukraine sind. Die Kämpfer nahmen in den vergangenen Wochen eine Reihe von Angriffen auf russische Orte in Grenznähe für sich in Anspruch.
Der FSB teilte am Freitag außerdem mit, einen Anschlag in der ukrainischen Region Saporischschja, die teilweise von Russland kontrolliert wird, vereitelt zu haben. Bei dem Einsatz in Berdjansk sei ein Russe, der die Tat gemeinsam mit ukrainischen Geheimdiensten geplant habe, getötet worden. Der Mann habe das Feuer eröffnet, als die russischen Sicherheitskräfte ihn festnehmen wollten. In seiner Wohnung sei später ein Sprengsatz gefunden worden.
Der FSB warf dem Mann außerdem vor, an der Tötung eines russischen Offiziers beteiligt gewesen zu sein, der im Oktober bei einer Explosion ums Leben gekommen sei.