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Steigende ÖlpreiseGilt für ein Jahr: Philippinen rufen nationalen Energienotstand aus

24.03.2026, 19:30 Uhr
Philippinische-Flagge
Philippinische Flagge (Foto: Francis R. Malasig/EPA/dpa)

Die weitgehende Blockade der Straße von Hormus hat den globalen Ölhandel größtenteils zum Erliegen gebracht, die Spritpreise schießen durch die Decke. Die Philippinen erklären nun den Notstand.

Angesichts der Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die Ölpreise hat der Präsident der Philippinen einen nationalen Energienotstand ausgerufen. Die steigenden Ölpreise stellten eine Bedrohung für die Energiesicherheit des Landes dar, teilte Ferdinand Marcos Jr. mit. Die Anordnung sieht demnach vor, dass das Energieministerium des südostasiatischen Inselstaats verschiedene Maßnahmen gegen Preistreiberei, Wucher und Marktmanipulation ergreifen kann. Der Notstand gelte für ein Jahr - sofern er nicht vom Präsidenten verlängert oder aufgehoben werde, hieß es weiter in der Anordnung von Dienstag.

Die Regierung kündigte an, Fahrern im öffentlichen Nahverkehr und Pendlern weiter Treibstoffzuschüsse zu gewähren, und stellte auch Berufsgruppen wie Landwirten und Fischern finanzielle Unterstützung in Aussicht. 

Extrem von blockiertem Ölhandel betroffen

Wegen der weitgehenden Blockade der Straße von Hormus stocken die Öltransporte, infolgedessen steigen etwa die Spritpreise an den Tankstellen. 95 Prozent des Öls auf den Philippinen ist importiert. Daher ist das Land massiv von den Marktstörungen durch den Konflikt in der Golfregion betroffen. Zusätzlich verschärft wird die Situation derzeit durch den Rekordtiefstand des philippinischen Peso von 60 zu 1 US-Dollar.

Laut Behördenangaben haben im März aufgrund der Ölpreiskrise mehr als 400 Tankstellen auf den Philippinen ihren Betrieb eingestellt. Untersucht werde, ob die Tankstellen ihre Vorräte nur für höhere Einzelhandelspreise zurückhalten. Um Energie zu sparen, hat das Land bereits eine Vier-Tage-Woche für viele staatliche Behörden eingeführt. Auch sollen nach Anordnung des Präsidenten Behörden ihren Strom- und Treibstoffverbrauch um 10 bis 20 Prozent senken.

Quelle: ntv.de

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