Durchwachsener JahresstartStudie: Deutscher Immobilienmarkt zeigt sich zu Jahresbeginn 2026 uneinheitlich

Der deutsche Immobilienmarkt zeigt sich einer Studie zufolge zu Jahresbeginn 2026 uneinheitlich.
Während die Kaufpreise stabil blieben oder leicht zulegten, ging die Nachfrage nach Wohneigentum spürbar zurück, wie am Mittwoch aus dem WohnBarometer der Online-Plattform ImmoScout24 hervorgeht. Demnach sank die Nachfrage nach Kaufimmobilien in den Metropolen im ersten Quartal um rund acht Prozent im Vergleich zum Vorquartal.
"Viele Kaufinteressierte warten derzeit wegen der wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten ab", sagte ImmoScout24-Geschäftsführerin Gesa Crockford. Einen Anstieg der Nachfrage im März führen die Experten darauf zurück, dass sich viele Käufer noch das aktuelle Zinsniveau sichern wollten. "Für den weiteren Jahresverlauf erwarten wir eine Seitwärtsbewegung der Preise."
Besonders die Preise für Eigentumswohnungen im Bestand zogen an. Bundesweit stiegen sie im ersten Quartal zum Ende 2025 um 1,4 Prozent auf durchschnittlich 2610 Euro pro Quadratmeter. Den stärksten Zuwachs in den Metropolen verzeichneten Köln mit plus 2,3 Prozent und Leipzig mit 1,4 Prozent. Die Angebotspreise für Neubauwohnungen stagnierten bundesweit (plus 0,1 Prozent).
Bei Einfamilienhäusern war die Entwicklung ähnlich. Die Preise für Bestandsbauten stiegen deutschlandweit leicht um 0,8 Prozent, während sie im Neubau weitgehend stagnierten (minus 0,1 Prozent). Im Jahresvergleich legten die Preise für neue Einfamilienhäuser am stärksten in Berlin zu (plus fünf Prozent), während sie in Frankfurt am Main nachgaben (minus 1,5 Prozent).