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Studie zur AltersvorsorgeGroße Mehrheit der Selbstständigen in Deutschland sorgt fürs Alter vor

18.03.2026, 11:25 Uhr
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(Foto: picture alliance / SZ Photo)

Anders als oft angenommen sorgt die große Mehrheit der Selbstständigen in Deutschland für das Alter vor.

Nur sieben Prozent sichern sich einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zufolge nicht für die Zeit nach der Erwerbstätigkeit ab. "Die Ergebnisse widerlegen das gängige Bild der pauschal schutzbedürftigen Selbstständigen, die später flächendeckend in die Grundsicherung fallen", sagte DIW-Experte Maximilian Priem. Demnach nutzen 93 Prozent mindestens eine Form der Altersvorsorge, zwei Drittel kombinieren sogar mehrere Vorsorgeformen. Die Untersuchung basiert auf einer neuen repräsentativen Befragung von 2000 Selbstständigen.

Das Thema steht auch auf der politischen Agenda. Die Bundesregierung befasst sich in ihrer Rentenkommission auch mit der Absicherung von Selbstständigen. Die Koalition aus CDU, CSU und SPD will laut Koalitionsvertrag neue Selbstständige ohne anderweitige Pflichtabsicherung gründerfreundlich in die gesetzliche Rentenversicherung aufnehmen. Es soll aber möglich sein, stattdessen eine andere, verlässliche Form der Altersvorsorge zu wählen.

Dennoch fühlt sich der Studie zufolge knapp ein Fünftel, insbesondere mit geringem Einkommen, nicht ausreichend abgesichert. Die Autoren plädieren daher für eine gezielte Pflichtversicherung nur für jene Gruppe, die gar keine Vorsorge betreibt. Für Selbstständige mit geringen Einkommen bis zu 36.000 Euro im Jahr könnte dies durch staatliche Zuschüsse unterstützt werden. Zudem regen die Forscher an, über eine Vorsorgequote nachzudenken.

Quelle: ntv.de, rts

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