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Studie des Ifo-InstitutsTankrabatt bei Benzin fast vollständig weitergegeben – bei Diesel nur teilweise

22.10.2026, 08:38 Uhr
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Der neue Tankrabatt kommt einer Studie zufolge bei Benzin fast vollständig bei den Autofahrern an, bei Diesel jedoch nur zum Teil. Dies geht aus Daten des Münchner Ifo-Instituts hervor.

Bei Superbenzin sei die Steuersenkung von 17 Cent je Liter nahezu vollständig weitergereicht worden. Bei Super E10 seien es 16 Cent, bei Super E5 die vollen 17 Cent. "Bei Diesel bleibt die Weitergabe unvollständig", sagte der stellvertretende Leiter des Ifo- Zentrums für Finanzwissenschaft, Florian Neumeier. Hier wurden von den 17 Cent nur rund 14 Cent an die Autofahrerinnen und Autofahrer weitergereicht.

Damit wiederhole sich die Erfahrung mit dem ersten Tankrabatt vom Frühjahr, erklärte Neumeier. Auch damals sei die Weitergabe bei Diesel hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Der Ifo-Experte wies zudem darauf hin, dass es seit Beginn des aktuellen Tankrabatts am 1. Oktober deutliche Lücken in der Weitergabe gebe.

Die Bundesregierung hat den Tankrabatt als Reaktion auf die stark gestiegenen Spritpreise infolge des Nahost-Konflikts wieder eingeführt. Im September hatte der Krieg zu Rekordpreisen an den Zapfsäulen geführt. Dadurch schnellte die Inflationsrate in diesem Monat auf 3,3 Prozent nach oben, den höchsten Stand seit fast drei Jahren.

Die Bundesbank gibt trotz des dämpfenden Effekts durch den Tankrabatt keine Entwarnung. "Die Inflationsrate dürfte vorerst erhöht bleiben", prognostiziert die Bundesbank in ihrem Monatsbericht.

Für seinen Tankrabatt-Tracker vergleicht das Ifo-Institut die Benzinpreise in Deutschland mit denen im Nachbarland Frankreich, wo eine solche Steuersenkung nicht eingeführt wurde. Die Daten dafür stammen von der Markttransparenzstelle des Bundeskartellamts sowie vom französischen Wirtschaftsministerium.

Als Referenzperiode für den Vergleich dienen die drei Wochen vor der Einführung des Tankrabatts. Das Institut hatte entsprechende Berechnungen erstmals im Jahr 2022 vorgenommen.

Quelle: ntv.de, rts

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