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Entscheidung eines Pariser GerichtsTotalEnergies muss mit Öl- und Erdgas verbundene Klimarisiken offenlegen

25.06.2026, 18:14 Uhr
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Der Energiekonzern Totalenergies hat nach Urteil eines Gerichts irreführend über die eigene Klimastrategie informiert (Archivbild). (Foto: Michel Spingler/AP/dpa)

Der französische Ölkonzern TotalEnergies muss nach einer Gerichtsentscheidung seine mit Öl- und Erdgasprodukten verbundenen Klimarisiken offenlegen.

Der französische Ölkonzern TotalEnergies muss nach einer Gerichtsentscheidung seine mit Öl- und Erdgasprodukten verbundenen Klimarisiken offenlegen. Zudem muss der Konzern Pläne vorlegen, wie er diesen Risiken begegnen will. "Klimarisiken, zu denen Unternehmen durch ihre Tätigkeit beitragen können, fallen in den Anwendungsbereich der Sorgfaltspflicht", hieß es in einer Mitteilung des Pariser Gerichts zu dem Urteil am Donnerstag. Das Gesetz wolle die Unternehmen nicht für diese Risiken verantwortlich machen, die aus der gesamten menschlichen Aktivität seit der industriellen Revolution resultieren. Es verlange von ihnen jedoch, entsprechend ihrer Situation zu handeln.

Das Urteil ist ein Teilerfolg für Klimaschutzorganisationen, die versuchen, das französische Gesetz zur unternehmerischen Sorgfaltspflicht auf den Klimawandel anzuwenden. Allerdings verzichtete das Gericht darauf, konkrete Maßnahmen wie eine Begrenzung der Fördertätigkeiten im Ausland oder verbindliche Emissionsreduktionsziele anzuordnen. TotalEnergies muss dem Gericht nun binnen sechs Monaten einen aktualisierten Sorgfaltsplan zur Überprüfung vorlegen.

Nach Ansicht von TotalEnergies ist das Gesetz nicht auf Klimarisiken anwendbar. Der Konzern dürfe nicht für die sogenannten Scope-3-Emissionen verantwortlich gemacht werden. Diese entstehen, wenn Kunden die von TotalEnergies verkauften Kraftstoffe nutzen. Die Klage war im Jahr 2020 von einer Koalition aus mehreren Nichtregierungsorganisationen wie Sherpa und der Stadt Paris eingereicht worden. Sie argumentierten, das Geschäftsmodell von TotalEnergies stehe im Widerspruch zu den Klimazielen.

Quelle: ntv.de

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