Anstehende RegenzeitUNO: Hunderttausende Somalier verlieren in durch Überschwemmungen ihre Häuser

Während der anstehenden Regenzeit könnten laut Berechnungen von UN-Experten hunderttausende Menschen in Somalia durch Überschwemmungen ihre Häuser verlieren.
Während der anstehenden Regenzeit könnten laut Berechnungen von UN-Experten hunderttausende Menschen in Somalia durch Überschwemmungen ihre Häuser verlieren. Aus neuen Prognosen der Internationalen Organisation für Migration (IOM) und des Dänischen Flüchtlingsrats vom Mittwoch geht hervor, dass zwischen Oktober und Dezember mehr als 874.000 Menschen zur Flucht gezwungen werden könnten. In rund 92 Prozent der Fälle könnten Überschwemmungen der Grund sein.
Den Prognosen zufolge könnte die Regenzeit in dem ostafrikanischen Land aufgrund einer beispiellosen Intensität des gegenwärtigen Klimaphänomens El Niño von überdurchschnittlichen Regenfällen geprägt sein. Bei dem natürlich auftretenden Ereignis erwärmt sich die Wasseroberfläche im östlichen und zentralen Pazifik nahe des Äquators, was weltweit Auswirkungen auf Wind, Luftdruck und Niederschläge hat. Dadurch steigt das Risiko für Wetterextreme.
"Wir benötigen dringend Finanzmittel, um den Menschen dabei zu helfen, ihre Häuser und Lebensgrundlagen zu schützen, sich falls nötig in sicherere Gebiete zu begeben und einen neuen Kreislauf von Vertreibungen zu verhindern", erklärte der Leiter der IOM-Mission in Somalia, Manuel Marques. Seiner Organisation zufolge sind bislang erst 14 Prozent der benötigten umgerechnet 15 Millionen Euro angekommen, um mehr als 517.000 Menschen in gefährdeten Gebieten des Landes zu unterstützen.
Nach Angaben der Organisation seien schon jetzt Vorboten der Überschwemmungen sichtbar. In der südwestlichen Stadt Dolow nähert sich der Fluss Dschubba bereits der Hochwassergrenze und auch in Jowhar nördlich der Hauptstadt Mogadischu hat der Fluss Schabelle bereits einen kritischen Stand erreicht.