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Erzeugerpreise ziehen kräftig anUS-Einzelhandel im September mit mehr Umsatz als erwartet – 0,8 Prozent Anstieg

15.10.2026, 15:11 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Die US-Einzelhändler haben ihren Umsatz im September kräftiger gesteigert als erwartet.

Die Einnahmen erhöhten sich um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten nur mit einem Zuwachs von 0,3 Prozent gerechnet, nach einem Plus von revidiert 1,3 Prozent im August.

Helaba-Experte Ralf Umlauf spricht von einem soliden Einzelhandelsplus: Ungeachtet der schwachen Pkw-Verkaufszahlen sei ein ansehnlicher Zuwachs beim nominalen Einzelhandelsumsatz gelungen: "Unterstützt wurde dies vor allem durch die Preisentwicklungen bei Benzin und Diesel. Aber auch in der Abgrenzung ohne Tankstellen und Pkw-Händler ergab sich ein Plus." Der anhaltende Ölpreisschock hat das Teuerungsniveau in den USA immer weiter in die Höhe getrieben: Die Verbraucherpreise stiegen im September gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,7 Prozent.

Auch die US-Hersteller haben ihre Preise im vorigen Monat stärker als erwartet erhöht: Die Erzeugerpreise legten um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat zu, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten einen Anstieg um 0,5 Prozent erwartet. Im Vergleich zum September 2025 legten die Preise sogar um 6,3 Prozent zu. Experten hatten hier nur mit 5,3 Prozent gerechnet. Die Erzeugerpreise dienen als frühes Signal für die Entwicklung der Verbraucherpreise.

An den Terminmärkten wird damit gerechnet, dass die US-Notenbank nach ihrer Zinserhöhung vom September Ende des Jahres nachlegen wird, um dem anhaltenden Teuerungsschub zu begegnen. Die hohe Inflation ist zugleich zu einem Politikum geworden, das den Republikanern von US-Präsident Donald Trump bei den Zwischenwahlen Anfang November schaden dürfte. Sie müssen um ihre Mehrheit im Kongress zittern.

Trump war im Januar 2025 mit dem Versprechen ins US-Präsidialamt zurückgekehrt, die Inflation zu drücken. Infolge des Ende Februar ausgebrochenen Iran-Krieges ist sie jedoch gestiegen. Manche Experten erwarten, dass die Teuerungsrate bald die Vier-Prozent-Marke übersteigen wird.

Quelle: ntv.de, rts

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