Konflikt im Nahen OstenUSA weiten Angriffe auf Ziele im Iran aus

Die USA haben ihre Angriffe auf den Iran ausgeweitet.
Die US-Armee attackierte in der Nacht zum Montag nach iranischen Angaben Ziele in mehreren Provinzen. Bei einem US-Angriff im Nordwesten des Landes wurde laut Staatsmedien ein Mensch getötet. Zudem sei die Stadt Buschehr, Sitz des einzigen aktiven iranischen Atomkraftwerks, angegriffen worden. Der Iran führte neue Vergeltungsangriffe in der Golfregion aus und erklärte zugleich, die indirekten Gespräche mit den USA gingen weiter.
US-Präsident Donald Trump sagte, der Iran sei "wieder sehr hart getroffen" worden. Die Angriffe seien "zu Ehren" der im Iran-Krieg in den vergangenen Tagen getöteten US-Soldaten erfolgt. Am Freitag waren bei iranischen Angriffen auf Ziele in Jordanien mindestens zwei US-Soldaten getötet worden.
Bei einer kontrollierten Sprengung von Resten einer iranischen Drohne im Norden des Irak starb am Samstag ein weiterer US-Soldat. Die Gesamtzahl der bestätigten Todesfälle von US-Soldaten infolge des Iran-Kriegs stieg damit auf 17.
Das US-Regionalkommando Centcom erklärte, die jüngsten Angriffe im Iran hätten unter anderem Kommandozentren, Luftabwehr- und Küstenüberwachungsanlagen sowie Raketen- und Drohnenabschussstellungen gegolten. Damit solle die Fähigkeit des Iran weiter geschwächt werden, Handelsschiffe und zivile Seeleute in der Straße von Hormus anzugreifen.
In den vergangenen Tagen hatten sich die USA bei ihren Angriffen hauptsächlich auf Gebiete in der Nähe der für den Welthandel wichtigen Meerenge konzentriert. Bei der jüngsten Angriffswelle wurden nach Angaben iranischer Behörden und Staatsmedien auch Ziele im Zentrum und Norden des Landes getroffen.
Die USA und der Iran hatten sich bereits in den vergangenen Tagen heftig gegenseitig angegriffen. Am Samstag erklärte Teheran die im Juni mit Washington ausgehandelte Rahmenvereinbarung für hinfällig. Diese sollte ein endgültiges Friedensabkommen binnen 60 Tagen ermöglichen.