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Unterschiedliche StandpunkteUkraine-Krieg sorgt für Streit zwischen Tschechien und Slowakei

07.03.2024, 14:51 Uhr
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Der tschichische Premierminister Petr Fiala hat mit seiner Regierung ein Misstrauensvotum überstanden. (Foto: Gehad Hamdy/dpa)

Unterschiedliche Ansichten zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sorgen für erhebliche Spannungen zwischen Tschechien und der Slowakei. Das liberalkonservative Kabinett in Prag unter Ministerpräsident Petr Fiala beschloss, vorerst keine gemeinsamen Regierungskonsultationen mit Bratislava mehr abzuhalten.

Der links-nationale slowakische Regierungschef Robert Fico kritisierte diese Entscheidung am Donnerstag: "Wir werden doch wohl die Beziehungen zwischen Slowaken und Tschechen nicht aus Eitelkeit gefährden oder wegen irgendwelcher Ziele, die mit dem tschechisch-slowakischen Zusammenleben nichts gemein haben", sagte er nach Angaben der Agentur CTK.

Man könne nicht darüber hinwegtäuschen, dass es bei bestimmten entscheidenden außenpolitischen Themen stark unterschiedliche Ansichten gebe, argumentierte hingegen Fiala. Die Differenzen waren beim jüngsten Gipfeltreffen der mittelosteuropäischen Visegrad-Staaten in Prag klar zum Vorschein gekommen. Fiala hatte davor gewarnt, dem Aggressor Russland nachzugeben. Er glaube nicht an "pazifistische Lösungen" im Ukraine-Krieg.

Indes forderte Fico: "Nur eine sofortige Waffenruhe schafft den Raum für sofortige Verhandlungen über gewisse Kompromisse und Vereinbarungen." Nach seinem Amtsantritt im Oktober hatte die Slowakei staatliche Waffenlieferungen an die Ukraine gestoppt.

Bis zur friedlichen Teilung zum 1. Januar 1993 lebten Tschechen und Slowaken in einem gemeinsamen Staat, der Tschechoslowakei. Bis heute gibt es enge familiäre, kulturelle und wirtschaftliche Verflechtungen zwischen den beiden EU- und Nato-Mitgliedstaaten.

Quelle: ntv.de, dpa

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