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Bundesweit Druck erhöhenVerdi ruft Beschäftigte von privaten Banken zum Streik auf

23.10.2026, 11:36 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Gewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigten der privaten Banken für die kommende Woche zu ersten bundesweiten Warnstreiks auf.

Damit solle der Druck auf die Arbeitgeber vor der zweiten Verhandlungsrunde am 2. November erhöht werden, teilte Verdi am Freitag mit. Zum Auftakt der Gespräche am 8. Oktober habe der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGV Banken) kein Angebot vorgelegt und zentrale Anliegen der Beschäftigten zurückgewiesen. Von dem Tarifkonflikt sind rund 150.000 Beschäftigte betroffen.

Die Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Gehalt sowie monatlich 300 Euro mehr für Nachwuchskräfte bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. "Bei den Gewinnen wird geliefert, beim Gehalt bleiben die Banken ihren Beschäftigten ein Angebot schuldig", sagte Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck. Wer täglich zum Erfolg der Branche beitrage, erwarte zu Recht eine faire Beteiligung. "Mit den bundesweiten Warnstreiks machen wir deutlich: Die Arbeitgeber müssen sich bewegen - am 2. November brauchen wir ein verhandlungsfähiges Angebot."

Neben den Entgeltforderungen verlangt Verdi verbindliche Regelungen zu Beschäftigungsschutz und Qualifizierung beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). "Wer in neue Technik investiert, muss auch in die Menschen investieren, die damit arbeiten", erklärte Duscheck. Zudem sollen Nachwuchskräfte nach der Ausbildung unbefristet in Vollzeit übernommen werden und die Beschäftigten die Möglichkeit erhalten, Gehalt in bis zu 20 zusätzliche freie Tage umzuwandeln. Die Arbeitgeber lehnen dies ab und haben kritisiert, dies entspreche einer Arbeitszeitverkürzung von fast zehn Prozent und führe "jede seriöse Personalplanung ad absurdum".

Quelle: ntv.de, rts

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