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Trotz US-StrafzöllenWirtschaftsinstitute sehen keine Abwanderungswelle deutscher Firmen in die USA

10.04.2025, 13:26 Uhr
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(Foto: picture alliance / Rene Traut Fotografie)

Die führenden deutschen Wirtschaftsinstitute rechnen nicht mit einer größeren Abwanderung heimischer Unternehmen in die USA durch die Zollpolitik von Präsident Donald Trump. Kurzfristig gebe es vielleicht Anreize dazu wegen der drohenden Zölle, sagte Oliver Holtemöller vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) am Donnerstag bei der Vorstellung des Frühjahrsgutachtens in Berlin.

"Aber es gehört für eine Standortentscheidung, die auf Jahrzehnte vielleicht ausgerichtet ist, ein bisschen mehr dazu." Langfristig verbesserten sich die Bedingungen vor Ort durch die aktuelle Politik der Trump-Regierung eher nicht.

Das sieht Stefan Kooths vom Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) ähnlich. Durch Trumps Zolltheater sei die Unsicherheit "massiv gestiegen". Investitionsentscheidungen würden nun aufgeschoben. "Die USA verfolgen keine durchdachte Strategie", sagte Kooths. "Wenn man dann gleichzeitig noch Menschen in großer Zahl aus dem Land verweist, dann fehlen auch die Arbeitskräfte." Die US-Regierung hinterlasse mit ihrer Politik "nur einen riesigen Scherbenhaufen".

Quelle: ntv.de, rts

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