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ZEW-UmfrageFolge des Iran-Kriegs: Konjunktur-Optimismus der Börsianer bricht ein

17.03.2026, 11:29 Uhr
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Der Iran-Krieg lässt Finanzexperten deutlich pessimistischer für die deutsche Wirtschaft werden.

Das Barometer der Konjunkturerwartungen für die kommenden sechs Monate brach im März um 58,8 Punkte auf minus 0,5 Zähler ein, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zu seiner monatlichen Umfrage unter 178 Investoren und Analysten mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur einen Rückgang auf 39,0 Punkte erwartet.

"Die Eskalation im Nahen Osten treibt die Energiepreise massiv nach oben und sorgt für steigenden Inflationsdruck", erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach die Umfrageergebnisse. "Für die deutsche Wirtschaft wächst damit das Risiko, dass der begonnene Erholungstrend der Konjunktur ausgebremst wird." Wie stark die Effekte ausfallen, hänge von Dauer und Intensität des Konflikts ab. Die Finanzmarktexperten seien aber skeptisch, dass es zu einem schnellen Ende des Konflikts kommen werde.

Die aktuelle Lage schätzten die Börsianer im März etwas besser ein: Dieses Barometer stieg um 3,0 Punkte, verharrte mit minus 62,9 Zählern allerdings tief im negativen Bereich. Ökonomen hatten hier mit minus 67,3 Punkten gerechnet. Der Krieg im Nahen Osten bremst auch nach Einschätzung der Bundesregierung die konjunkturelle Erholung in Deutschland. Die damit verbundenen drastischen Preissteigerungen bei Rohöl und Erdgas belasteten die Entwicklung, heißt es aktuellen Monatsbericht des Bundeswirtschaftsministeriums.

"Der Erholungsprozess bleibt angesichts der externen Risiken fragil." Es bestehe das Risiko für einen Rückschlag bei der erwarteten Konjunkturerholung. Dies sei abhängig von der Dauer des Konflikts beziehungsweise "der faktischen Sperrung der Straße von Hormus sowie möglichen längerfristigen Beeinträchtigungen der dortigen Produktionskapazitäten bei Öl und Gas", erklärte das Ministerium. Die Wirtschaft habe bereits Anfang 2026 an Dynamik verloren, nachdem sie sich Ende 2025 noch belebt hatte.

Quelle: ntv.de, rts

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