Ein Plus von 10,3 ProzentZahl der Firmeninsolvenzen in Deutschland steigt 2025 auf 24.064 Fälle

Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland ist im vergangenen Jahr erneut deutlich gestiegen.
Die deutschen Amtsgerichte verzeichneten 24.064 beantragte Unternehmensinsolvenzen und damit 10,3 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Zuletzt gab es demnach im Jahr 2014 mehr Unternehmensinsolvenzen (24.085 Fälle).
Schon 2025 und 2026 war die Zahl der Firmenpleiten um jeweils mehr als 20 Prozent geklettert.
Die Amtsgerichte beziffern die Forderungen der Gläubiger aus dem vergangenen Jahr laut Statistikamt mit rund 47,9 Milliarden Euro. Das ist weniger als 2024, damals lagen die Forderungen bei rund 58,1 Milliarden Euro. Das sei darauf zurückzuführen, dass 2024 zwar weniger, aber mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen als 2025 Insolvenz beantragt hätten, erklärte die Behörde.
Die meisten Insolvenzen (bezogen auf 10.000 Unternehmen) traten den Angaben nach im Bereich Verkehr und Lagerei auf. Darauf folgt das Gastgewerbe und das Baugewerbe.
"2025 war ein ausgesprochen schwaches Jahr für den Wirtschaftsstandort Deutschland", erklärte dazu der Chefanalyst der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Volker Treier. "Die heute veröffentlichten Zahlen zeigen: Im Schnitt musste in Deutschland alle 20 Minuten ein Unternehmen Insolvenz anmelden."
Auch der Blick auf 2026 mache wenig Hoffnung auf eine Trendwende, fuhr Treier fort. Er verwies auf eine DIHK-Umfrage, nach der "die leichten konjunkturellen Auftriebskräfte" wie staatliche Rüstungausgaben noch nicht in der Breite bei den Unternehmen ankämen. Die Entwicklung in Nahost stelle ein zusätzliches Risiko dar.