11.334 MenschenZahl der Suizide in Deutschland 2025 um rund neun Prozent gestiegen

Die Zahl der Suizide in Deutschland ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen.
Rund 11.334 Menschen starben durch Suizid, das waren 9,3 Prozent mehr als im Vorjahr, wie es nach Angaben des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden aus der vergangenen Woche hieß. Dies waren zudem 15,6 Prozent mehr als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Die Verteilung zwischen Männern mit 69,2 Prozent und Frauen mit 30,8 Prozent blieb dabei weitgehend konstant.
Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention sieht nach eigenen Angaben Anlass zur Sorge. Bei den möglichen Gründen für die gestiegenen Suizidzahlen verwies sie unter anderem auf die Zunahme assistierter Suizide. Deren Zahl sei nach Angaben von drei großen deutschen Sterbehilfeorganisationen 2025 um 31,8 Prozent auf 1288 gestiegen. Als weitere mögliche Ursachen nannte die Stiftung die Alterung der Gesellschaft.
Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Ulrich Hegerl, warnte vor einer möglichen Normalisierung der Suizidassistenz durch eine liberale Regelung der Sterbehilfe. "Wenn Suizidassistenz geschäftsmäßig in Anspruch genommen werden kann, sozusagen normalisiert wird, dann wird diese Schwelle gesenkt, und die Zahl der tragischen, vermeidbaren Suizide steigt", erklärte Hegerl. Angesichts der gestiegenen Suizidzahlen forderte Hegerl eine staatliche Förderung örtlicher Bündnisse zur Suizidprävention.