Kurznachrichten

19 Leichen geborgenZahl der Toten nach Gletschersee-Sturzflut in Indien auf mindestens 40 gestiegen

06.10.2023, 12:20 Uhr
1e1f5f456eb7b54f82d0b775129090e5
(Foto: dpa)

Zwei Tage nach einer Sturzflut aus einem Gletschersee im Nordosten Indiens ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 40 gestiegen. Im Bundesstaat Sikkim im südlichen Himalaya seien 19 Leichen geborgen worden, teilte Verwaltungschef V.B. Pathak mit. Im benachbarten Bundesstaat Westbengalen wurden nach Behördenangaben bisher 21 Leichen gefunden.

Am Lhonak-See war am Mittwoch ein natürlicher Damm aus Geröll gebrochen. Der Dammbruch setzte riesige Mengen Wasser frei, die Häuser und Brücken mitrissen und große Gebiete im Tista-Flusstal unter Wasser setzten.

Tausende Menschen sind von der Flut betroffen. Die indische Armee war am Freitag mit Hubschraubern im Einsatz, um weitere Menschen aus den Überschwemmungsgebieten im Grenzgebiet zu Nepal und China zu retten, darunter auch gestrandete Touristen. Wie die Regionalregierung von Sikkim mitteilte, wurden mittlerweile fast 8000 Menschen in Notunterkünften in Schulen, Verwaltungsgebäuden und Gästehäusern untergebracht.

Der Lhonak-See liegt am Fuße eines Gletschers nahe des Kangchenjunga, des dritthöchsten Berges der Welt. Plötzliche Überschwemmungen durch Gletscherseen haben im Zuge des Klimawandels zugenommen. Wegen der Erderwärmung schmilzt das Eis vieler Gletscher schneller. Gletscherseen treten daher immer häufiger über die Ufer. Klimaforscher warnen vor einer zunehmenden Gefahr durch derartige Überschwemmungen im gesamten Himalaya.

Quelle: ntv.de, AFP

Regionales