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Zunächst kommissarisch übernommenCorrectiv: Merz Sicherheitsberater Sautter wird Nationalen Sicherheitsrat leiten

04.03.2026, 19:11 Uhr
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Abstimmung mit den europäischen Partnern: Merz telefoniert mit Macron und Starmer. (Foto: Bundesregierung/Bergmann/Presse-)

Der Sicherheitsberater von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Günter Sautter, wird künftig auch den Nationalen Sicherheitsrat leiten. Das bestätigte das Kanzleramt am Mittwoch gegenüber dem Recherche-Netzwerk "Correctiv".

Der Sicherheitsberater von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Günter Sautter, wird künftig auch den Nationalen Sicherheitsrat leiten. Das bestätigte das Kanzleramt am Mittwoch gegenüber dem Recherche-Netzwerk "Correctiv". Sautter hatte die Rolle nach dem Weggang von Merz' Büroleiter seit Anfang Januar zunächst kommissarisch übernommen.

"Die Stabsstelle des Nationalen Sicherheitsrates ist Herrn Sautter unterstellt", sagte ein Regierungssprecher "Correctiv". "Er nimmt die Tätigkeit als außen- und sicherheitspolitischer Berater des Bundeskanzlers und die Leitung der Stabsstelle des Nationalen Sicherheitsrats zugleich wahr." Die beiden Funktionen würden sich ergänzen. Eine prozentuale Aufteilung der beiden Funktionen bestehe nicht.

Sautter gilt als Spitzendiplomat mit fachlicher Expertise. Er arbeitete lange im Auswärtigen Amt und leitete dort die Abteilung für Außen- und Sicherheitspolitik. Experten stellen laut "Correctiv" jedoch in Frage, ob das anspruchsvolle Amt in Teilzeit bewerkstelligt werden kann.

Der Nationale Sicherheitsrat ist ein neues Gremium, dem neben dem Bundeskanzler und dem Chef des Kanzleramtes die Ministerinnen und Minister für Finanzen, Verteidigung, Inneres, Auswärtiges, Justiz, Digitales, Wirtschaft sowie Entwicklung angehören. Auch Gäste können geladen werden, etwa von Nachrichtendiensten, Bundeswehr, Nato oder anderen Behörden. In den Ratssitzungen sollen Krisenlagen bewertet und gemeinsame Strategien entwickelt werden. Zuletzt traf sich das Gremium am vergangenen Sonntag und tagte zum Konflikt im Iran.

Quelle: ntv.de, afp

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