Wirtschaft

Gipfel in Österreich 600.000 Diesel werden nachgebessert

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Verkehrsminister Jörg Leichtfried vereinbarte mit den Herstellern die Nachrüstungen.

(Foto: picture alliance / Georg Hochmut)

Auch in Österreich haben Politik und Autohersteller Updates für Diesel-Fahrzeuge vereinbart. Zudem soll Autofahrern der Wechsel auf neue Modelle miteinem Bonus schmackhaft gemacht werden.

Auch in Österreich haben sich Politik und Autoindustrie auf Maßnahmen zur Verringerung der Abgase vereinbart. Bei einem Treffen von Verkehrsminister Jörg Leichtfried mit Vertretern der wichtigsten Autoimporteure habe man sich unter anderem auf ein Software-Update für über 600.000 Dieselfahrzeuge geeinigt, teilte das Ministerium mit. Zudem sollen Autofahrer beim Wechsel auf ein umweltfreundlicheres Fahrzeug einen Öko-Bonus erhalten. Wie hoch diese Prämie sei, hänge von jedem einzelnen Hersteller ab.

Software-Updates sollen dem Ministerium zufolge Autos von VW, Mercedes, Renault und möglicherweise BMW erhalten. Die anderen Hersteller böten nur Prämien an. An den Gesprächen nahmen nach Ministeriumsangaben unter anderem auch Kia, Ford, Hyundai, Mitsubishi und Opel teil.

In Deutschland hatten Autobauer im Kampf gegen den zu hohen Stickoxid-Ausstoß (NOx) die Umrüstung von 5,3 Millionen Dieselautos per Software-Update zugesagt. Für ältere Diesel soll es eine Art Abwrackprämie geben, die die Hersteller bezahlen. Ob das Paket ausreicht, um Fahrverbote zu verhindern, ist allerdings offen.

Die Software-Updates in Österreich würden bis zum Frühjahr dauern, sagte der Chef des Verbands der österreichischen Automobilimporteure, Günther Kerle. Es handele sich um das gleiche Software-Update wie in Deutschland und könne den Stickoxid-Ausstoß um 25 bis 30 Prozent senken.

Kritiker bezweifeln das: Die Deutsche Umwelthilfe erwartet, dass die Software-Nachbesserung für Fahrzeuge der Euro-5- und Euro-6-Normen höchstens eine Minderung des Stickoxid-Ausstoßes um zwei Prozent im Sommer bringen werde. Im Winter bringe sie gar keine Minderung, da die Abgasreinigung legal ohnehin bei fast allen Autos unter zehn Grad nicht wirkungsvoll arbeite.

Quelle: n-tv.de, jwu/rts

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