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Dienstag, 13. März 2018

Milliardenprogramm aufgelegt: Adidas kauft 18,8 Millionen Aktien zurück

Im Januar beglückt Adidas Sammler mit einem U-Bahn-Sneaker, nun sind die Anteilseigner an der Reihe. Bis 2021 will der Dax-Konzern Aktien im Wert von drei Milliarden Euro zurückkaufen, heißt es am Vorabend der Bilanzpräsentation - zur Not auch auf Pump.

Der Herzogenauracher Sportartikelhersteller Adidas will in den kommenden drei Jahren erneut im großen Stil Aktien zurückkaufen. Der Aufsichtsrat habe grünes Licht für ein weiteres Rückkaufprogramm über bis zu drei Milliarden Euro gegeben, teilte der Dax-Konzern mit. Geplant ist, die Papiere bis zum 11. Mai 2021 über die Börse zurückzukaufen. Alleine in diesem Jahr will Adidas Aktien im Wert von bis zu einer Milliarde Euro zurückerwerben.

Mit Aktienrückkäufen verwöhnen Konzerne ihre Anteilseigner: Durch sie steigen in der Regel Gewinn und Dividende pro Aktie. Rückkäufe befördern zudem die Nachfrage nach den Wertpapieren, was den Kurs stützt.

Adidas hatte sich bereits bei der Hauptversammlung 2016 die Genehmigung eingeholt, eigene Aktien in Höhe von bis zu 10 Prozent des Grundkapitals zurück zu erwerben. Da der Konzern bereits für die dritte Tranche des vorherigen Shareholder-Return-Programms von dieser Genehmigung Gebrauch gemacht hat, können nur noch 8,98 Prozent des Grundkapitals zurückgekauft werden. Das entspricht derzeit rund 18,793 Millionen Aktien.

Zur Not auch auf Pump

Im Extremfall sei das Unternehmen auch bereit, Schulden zu machen, um die Papiere zu erwerben, hieß es. Überwiegend soll das Geld aber aus dem operativen Geldzufluss kommen. Die erworbenen Aktien will Adidas zum größten Teil einziehen.

Gleichzeitig bestätigte das Unternehmen die Absicht, zwischen 30 und 50 Prozent des Gewinns aus fortgeführtem Geschäft in Form einer Dividende an die Anteilseigner auszuschütten. Adidas will am Mittwoch seine Bilanz vorlegen.

Quelle: n-tv.de