Wirtschaft

Bonusmeilen gehen wohl flöten Air-Berlin-Vielfliegerprogramm ist am Ende

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Nichts mehr wert: Die Meilen auf der Topbonus-Karte.

(Foto: imago/Future Image)

Gratisflüge, Mietwagen, Hotelübernachtungen: Vielflieger, die bei Air Berlin Meilen gesammelt haben, gehen leer aus. Auch das Bonus-Programm der Airline wird vermutlich eingestampft.

Neun Monate nach der Pleite von Air Berlin steht das Vielfliegerprogramm Topbonus vor dem endgültigen Aus. Der Investor, der bereits einen Kaufvertrag für Topbonus unterschrieben hatte, könne die nötige Finanzierung nicht aufbringen, teilte der zuständige Insolvenzverwalter Christian Otto mit. Die Aussicht, dass er die Zahlungen in den kommenden Tagen noch leiste, sei gering. Einen anderen Kaufinteressenten gebe es nicht.

Wäre Topbonus verkauft worden, hätten Kunden eventuell schneller Geld zurückbekommen, sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters. Das Topbonus-Programm hatte seinen Angaben zufolge rund 4,3 Millionen Kunden. Seit Eröffnung des Insolvenzverfahrens Anfang April können sie ihre Punkte nicht mehr einlösen. Sie können verlorene Punkte aber als Forderung im Insolvenzverfahren geltend machen. Topbonus hatte 2017 nach der Air-Berlin-Pleite ebenfalls Insolvenz angemeldet. Das Geschäft wurde weitergeführt, seit September konnten die Teilnehmer bei Etihad, Autovermietungen und Hotelportalen wieder Meilen sammeln. Weitere Fluggesellschaften kamen hinzu.

Doch das reichte nicht - ohne Investor musste der Insolvenzverwalter nun den Geschäftsbetrieb stilllegen. Dies sehe das Insolvenzrecht vor, um die Gläubiger nicht durch eine "aussichtslose Fortführung" zu schädigen, erklärte Otto. Teilnehmer von Topbonus können ihre Punkte nun nur noch als Forderung beim Insolvenzverwalter anmelden. Das ist gebührenfrei noch bis 15. Mai möglich. Bis zu einer möglichen Zahlung können aber einige Jahre vergehen.

Quelle: n-tv.de, bdk/AFP

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