Wirtschaft

Folge des Konzernumbaus Airbus streicht Hunderte Stellen

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Bau des A350 XWB im französischen Toulouse.

(Foto: dpa)

Airbus legt derzeit die Zentralfunktionen des Konzerns mit denen des Passagierjet-Geschäfts zusammen. Damit verbunden sind Stellenstreichungen an den Hauptstandorten. Ein Standort wird sogar komplett geschlossen.

Der Flugzeugbauer Airbus streicht im Zuge seines Konzernumbaus über 1000 Stellen an seinen bisherigen Hauptstandorten. Insgesamt würden nach und nach 1164 Arbeitsplätze abgebaut, teilte der Konzern mit. Weitere 325 Jobs würden aus Paris und dem Großraum München in die Konzernzentrale in Toulouse verlagert. Die Einigung mit den Arbeitnehmervertretern solle bis Mitte kommenden Jahres stehen.

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Airbus 119,28

In Deutschland erfasst die neuerliche Abbauwelle mehr als 400 Stellen. "Von den 429 Arbeitsplätzen, die in Deutschland abgebaut werden sollen, ist vor allem Ottobrunn bei München betroffen", sagte Personalvorstand Thierry Baril der "Welt". Der Standort Suresnes am Rande der französischen Hauptstadt soll sogar komplett aufgegeben werden.

"Wir werden dann der nur noch eine kleine Anzahl von Mitarbeitern in Paris vorhalten, etwa für Themen wie Regierungsbeziehungen", erklärte Baril. In Deutschland hält Airbus noch die Zentrale des Rüstungs- und Raumfahrtgeschäfts. Baril begründete die Maßnahmen mit dem verschärften Konkurrenzkampf.

Der neuerliche Stellenabbau ist eine Folge der Zusammenlegung der Zentralfunktionen des Konzerns mit denen des Passagierjet-Geschäfts, das den Großteil des Umsatzes erwirtschaftet. Bei der aktuellen Streichrunde sind vor allem Standorte in Frankreich betroffen. Hinzu kommt der Abbau von gut 500 Stellen bei Airbus Helicopters. Im Gegenzug will Airbus-Chef Tom Enders 230 Stellen in der Zentrale schaffen, um bei der Digitalisierung mitzuhalten.

Quelle: n-tv.de, wne/rts

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