Wirtschaft

Ohne Angabe von GründenAldi Süd streicht Hunderte Stellen in Deutschlandzentrale

23.01.2026, 13:50 Uhr
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Schlanke Strukturen und Prozesse sollen in der Aldi-Zentrale in Mühlheim künftig herrschen. (Foto: IMAGO/Funke Foto Services)

Rund 2000 Menschen beschäftigt Aldi Süd in seiner Deutschlandzentrale. Künftig sollen es deutlich weniger werden. Eine konkrete Zahl gibt es aber nicht.

In der Deutschlandzentrale von Aldi Süd fallen in den nächsten Jahren mehrere Hundert Stellen weg. Das bestätigte das Unternehmen der Deutschen Presse-Agentur. Eine konkrete Zahl wurde auf Nachfrage nicht genannt. Betroffen sind dem Vernehmen nach bis zu 500 Arbeitsplätze in den Bereichen Buchhaltung, Personal und Einkauf.

Der Prozess hat demnach bereits im vergangenen Jahr begonnen. Zu den Gründen äußerte sich der Konzern nicht konkret. Aldi setze seit jeher auf schlanke Strukturen und Prozesse und entwickele diese kontinuierlich weiter, heißt es. In der Deutschlandzentrale von Aldi Süd in Mülheim an der Ruhr sind 2000 Menschen beschäftigt, bundesweit sind es 50.000. Der Discounter betreibt hierzulande rund 2000 Filialen und gehört zu den größten Lebensmittelhändlern des Landes.

Berichten zufolge sollen die Eigentümerfamilien von Aldi Nord und Aldi Süd seit letztem Sommer geheime Gespräche über einen Zusammenschluss führen. Es lägen bereits mehrere Szenarien auf dem Tisch, berichtete die "WirtschaftsWoche". Dabei gehe es auch um einen Zusammenschluss der beiden Einzelhandelsriesen unter dem Dach einer gemeinsamen Holding, deren Anteile sich auf die Stiftungen der unterschiedlichen Familienstränge gleichberechtigt verteilen würden. Bei den Eigentümerfamilien handelt es sich dem Bericht zufolge um die Familie Heister, die über Stiftungen Aldi Süd hält und zwei Stränge der Familie Albrecht, die ebenfalls über Stiftungen Aldi Nord hält.

Laut "WiWo" soll es bereits vertiefte Gespräche gegeben haben über die Zusammenlegung unterschiedlicher Geschäftsbereiche. In einem ersten Schritt könnte etwa Software und IT gebündelt werden. Ursprünglich sollen die Familien sich gewünscht haben, eine "Wiedervereinigung" der beiden Aldis bis Ende des Jahres zu bewerkstelligen, zitierte das Magazin Personen, die den Familien nahestehen. Allerdings sei eine Erfüllung dieses Vorhabens bis Ende Dezember kaum realisierbar.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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