Wirtschaft

Ausbau der Elektromobilität Altmaier sieht Ziel bei E-Autos erreicht

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Aufladen eines Elektroautos: Wirtschaftsminister Peter Altmaier zeigt, wie es geht.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Seitdem die Förderung im Bereich der E-Mobilität kräftig aufgestockt wurde, rollen immer mehr Elektro- und Hybridautos auf deutschen Straßen. Wirtschaftsminister Altmaier gibt sich optimistisch und ist zuversichtlich, dass das nächste Etappenziel bis 2030 sogar noch übertroffen wird.

Deutschland wird das Ziel von einer Million Elektroautos nach Angaben von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier im Juli erreichen. Das Ziel, das viele für "unerreichbar" gehalten hätten, werde damit mit "nur einem halben Jahr Verspätung" erreicht, sagt Altmaier dem "Tagesspiegel". Grund sind demnach die erhöhten Förderprogramme für E-Autos: Im ersten Halbjahr 2021 seien mit insgesamt 1,25 Milliarden Euro bereits mehr Prämien in Anspruch genommen als im gesamten vergangenen Jahr, so Altmaier.

Es werde in diesem Jahr eine Rekordförderung für Elektroautos geben, kündigt der Wirtschaftsminister an. Die geförderten Fahrzeuge seien ungefähr zur Hälfte rein elektrische Fahrzeuge und zur anderen Hälfte sogenannte Plug-in-Hybride. Seit Beginn der Umweltprämie im Juni 2016 seien mehr als 530.000 Fahrzeuge gefördert und rund 2,1 Milliarden Euro an Förderung ausbezahlt worden.

Über die Corona-Konjunkturprogramme hatte die Regierung die Förderung noch einmal deutlich aufgestockt. Für Elektrofahrzeuge, die weniger als 40.000 Euro Nettolistenpreis kosten, beträgt die maximale Fördersumme nun 9000 Euro, für Hybrid-Autos sind es 6750 Euro. "Insgesamt hat die Prämie geholfen, dass viele Menschen sich für ein Elektroauto entschieden haben", sagt Altmaier.

Im Jahr 2045 klimaneutral leben und wirtschaften

Das nächste Etappenziel von sieben bis zehn Millionen Elektroautos auf deutschen Straßen bis 2030 könne sogar übertroffen werden, gibt sich der Minister überzeugt. "Inzwischen haben wir auch aufgrund des Urteils des Bundesverfassungsgerichts unsere Klimaziele deutlich verschärft und wollen schon im Jahr 2045 klimaneutral leben und wirtschaften." Auch die EU habe Vorschläge gemacht, wie die Klimaziele bis 2030 im Verkehr anzupassen seien. "Deshalb teile ich die Auffassung, dass wir aller Voraussicht nach in den nächsten zehn Jahren deutlich schneller deutlich mehr Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen sehen werden."

Der Wandel hin zu einer individuellen, aber klimafreundlichen Mobilität verankere sich langsam auch im allgemeinen Bewusstsein, zudem gebe es Innovationsschübe durch die Unternehmen, sagt Altmaier. Er verweist auch auf die bis 2025 verlängerte Förderpolitik der Bundesregierung, die von den Bürgern gut angenommen werde. "Der nächste Schritt wird sein, dass auch ein Gebrauchtwagenmarkt für Elektrofahrzeuge entstehen muss. Schon heute kann sich nicht jeder Bürger ein neues Fahrzeug leisten, das ist beim Elektrofahrzeug nicht anders als beim Verbrenner", betont der CDU-Politiker.

Es habe sich als richtig herausgestellt, dass die Regierung 2018 begonnen habe, den Aufbau einer Batteriezellenproduktion in Deutschland zu unterstützen, fügt Altmaier hinzu. Batterien seien mit etwa einem Drittel der Bestandteil eines Elektroautos mit der größten relativen Wertschöpfung. "Deshalb ist es wichtig, dass die modernsten und nachhaltigsten Batterien in Deutschland und Europa gebaut werden", sagt Altmaier. Ich gehe davon aus, dass hier an die 20.000 Arbeitsplätze bis zum Ende des Jahrzehnts entstehen."

Quelle: ntv.de, sbl/AFP

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