Wirtschaft

Zweite EntlassungswelleAmazon streicht weltweit weitere 16.000 Stellen

28.01.2026, 13:13 Uhr
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Ein Mitarbeiter von Amazon Webservices bei der Arbeit. (Foto: picture alliance / Noah Berger)

In der Corona-Pandemie kaufen Menschen viel online ein. Daher stellt auch Amazon im großen Stil Mitarbeiter ein. Der Boom ist jedoch vorbei und dank KI sollen viele Aufgaben automatisiert werden. Nach einer ersten Kündigungswelle müssen nun erneut 16.000 Mitarbeiter gehen.

Amazon setzt erneut den Rotstift beim Personal an und streicht weltweit 16.000 Stellen. Der Konzern begründete den Schritt mit dem Umbau nach dem Einstellungsboom während der Corona-Pandemie sowie dem verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Insgesamt sollen rund 30.000 Bürojobs wegfallen, was etwa zehn Prozent der Belegschaft in der Verwaltung entspricht. Betroffen sind vor allem die Cloud-Sparte AWS, das Einzelhandelsgeschäft, Prime Video und die Personalabteilung.

Dies ist bereits die zweite große Entlassungswelle innerhalb von drei Monaten. Nach Angaben von Personalchefin Beth Galetti müssen sich die verbleibenden Mitarbeiter deswegen jedoch nicht vor regelmäßigen Kürzungen fürchten. "Einige von Ihnen fragen sich vielleicht, ob dies der Beginn eines neuen Rhythmus ist – in dem wir alle paar Monate umfassende Kürzungen ankündigen. Das ist nicht unser Plan", erklärte sie. Bereits Ende Oktober hatte Amazon 14.000 Stellen in der Verwaltung gestrichen. Konzernchef Andy Jassy hatte damals betont, dass übermäßige Bürokratie abgebaut und Führungsebenen verschlankt werden müssten.

Der Stellenabbau verdeutlicht den Wandel durch KI in der Tech-Branche. Jassy hatte bereits im Sommer gewarnt, dass der verstärkte Einsatz von KI-Werkzeugen zu mehr Automatisierung und damit zum Wegfall von Arbeitsplätzen führen werde. Amazon folgt mit dem Sparkurs anderen Technologie-Riesen wie der Facebook-Mutter Meta und Microsoft, die nach dem massiven Personalaufbau während der Pandemie ebenfalls ihre Belegschaften verkleinern. Amazon legt in der kommenden Woche seine Quartalszahlen vor.

US-Medien hatten bereits im Herbst berichtet, dass die damals angekündigten 14.000 Entlassungen wohl erst der Anfang eines größeren Stellenabbaus seien. Die Rede war von insgesamt 30.000 Stellenstreichungen vor allem bei Bürojobs. Zuletzt beschäftigte Amazon weltweit rund 1,5 Millionen Menschen.

Quelle: ntv.de, als/rts/AFP

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