Wirtschaft

Cook bewahrt Optimismus Apple senkt Produktion für neue iPhones

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Die iPhone-Produktion wird in diesem Quartal sinken.

picture alliance/dpa

Nur eine Woche nach der Senkung der Umsatzprognose macht Apple erneut auf sich aufmerksam. Der Konzern möchte die Produktion seiner iPhones verringern. Nur einer scheint von der Lage unbeeindruckt.

Apple senkt einem Medienbericht zufolge die Produktion für drei neue iPhones im laufenden Quartal per Ende März um 10 Prozent. Der US-Konzern habe bei seinen Zulieferern in den vergangenen zwei Monaten zwei Mal wegen Produktionskürzungen für die Modelle XR, XS und XS Max angefragt, berichtet die japanische Nikkei Asian Review. Dem Bericht zufolge soll die gesamte iPhone-Produktion im Quartal auf 40 bis 43 Millionen gegenüber geschätzten 47 bis 48 Millionen sinken.

Bezüglich der Produktions-Senkung habe Apple das letzte Mal vor der Warnung vergangene Woche bei seinen Fertigungsunternehmen angeklopft. Vor einer Woche hatte der Konzern die Märkte wegen schwächerer Geschäfte in China mit einer Umsatzwarnung überrascht. Es war die erste Umsatzwarnung seit 15 Jahren. Die Apple-Aktie sackte daraufhin deutlich ab.

Apple hatte sich im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr zwar gut geschlagen, die Senkung der Umsatzprognose hatte Aktionäre jedoch nervös gemacht. Insbesondere die Sorge vor schwächeren iPhone-Verkäufen in China, die auch mit dem Handelsstreit zwischen den beiden weltweit größten Volkswirtschaften zu tun haben könnten, brachten Apple an der Börse zeitweise stark unter Druck.

Optimismus in der Chefetage

Im Vorstand scheint davon nichts zu merken zu sein: Apple-Vorstandschef Tim Cook hat im vergangenen Geschäftsjahr gut ein Fünftel mehr Gehalt bezogen. Der Top-Manager bekam 15,7 Millionen Dollar, umgerechnet also rund 13,7 Millionen Euro. Er strich damit 22 Prozent mehr Geld ein als im Vorjahr, wie Apple mitteilte. Damit steigerte er seine Einnahmen das zweite Jahr in Folge. Grund war vor allem ein zwölf Millionen Dollar schwerer Bonus, der mit dem Erreichen bestimmter Finanzziele verknüpft war.

In einem am Dienstag ausgestrahlten Interview des US-Finanzsenders CNBC bemühte sich Cook nun, größere Bedenken bezüglich der gesenkten Umsatzprognose zu zerstreuen. Die Märkte reagierten kurzfristig "recht emotional", antwortete er auf eine Frage nach den jüngsten Kursverlusten der Aktie. Apples "langfristige Gesundheit" und die "Produkt-Pipeline" seien jedoch nie besser gewesen, so Cook. Auch hinsichtlich der Gespräche zwischen den USA und China im Handelsstreit sei er "sehr optimistisch".

Quelle: n-tv.de, psa/dpa/DJ

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