Wirtschaft

Tiefster Stand seit 1990 Arbeitslosenzahl sinkt auf 2,276 Millionen

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"Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter günstig", sagte BA-Chef Detlef Scheele.

picture alliance/dpa

Der Arbeitsmarkt in Deutschland brummt weiterhin: Im Juni sind so wenig Menschen ohne Job, wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Hält der Trend an, könnte deren Zahl bald unter zwei Millionen sinken. Aber es gibt Zeichen für eine nachlassende Dynamik.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juni auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken. Bei der Bundesagentur für Arbeit waren 2,276 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Das seien 40.000 weniger gewesen als im Mai und 197.000 weniger als vor einem Jahr, teilte die Behörde mit. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 5 Prozent.

"Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter günstig", sagte BA-Chef Detlef Scheele. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung hätten erneut abgenommen, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wachse, und die Nachfrage nach Arbeitskräften sei weiter lebhaft. "Allerdings hat sich die Dynamik am Arbeitsmarkt zuletzt leicht abgeschwächt."

Auch saisonbereinigt sank die Zahl der Jobsucher: Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl lag im Juni bei 2,342 Millionen. Damit waren 15.000 Menschen weniger ohne Arbeit als im Mai. Banken-Volkswirte hatten nur ein Minus von 8000 erwartet. Im Westen ging die Zahl um rund 11.000 zurück, im Osten um etwa 4000.

Noch mehr als 3 Millionen unterbeschäftigt

Die Unterbeschäftigung, die auch Menschen umfasst, die etwa gerade an einer Weiterbildung teilnehmen, lag bei 3,24 Millionen. Sie sank damit saisonbereinigt im Vergleich zum Vormonat um 16.000. Bei der Bundesagentur waren im Juni zugleich rund 805.000 offene Stellen gemeldet - 74.000 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der Erwerbstätigen lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Mai bei 44,8 Millionen - das ist ein Plus von 37.000 gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 593.000 Erwerbstätige mehr.

Der Anstieg der Erwerbstätigen gehe allein auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück, hieß es. Diese hat nach Berechnungen der Bundesagentur von März auf April saisonbereinigt um 60.000 zugenommen. Damit hatten hochgerechnet 32,78 Millionen Menschen in Deutschland zuletzt einen regulären Job - 770.000 mehr als ein Jahr zuvor.

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Quelle: n-tv.de, kst/rts/dpa

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