Wirtschaft

"Zuerst alle Fakten auf den Tisch" Audi-Chef verspricht Aufklärung

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"Ich trage meinen Teil zur Aufklärung bei": Rupert Stadler.

(Foto: dpa)

Wie steht es um die Emissionswerte bei Diesel-Fahrzeugen der VW-Tochter Audi? Bei der Aufarbeitung des Abgas-Skandals nehmen die von VW beauftragten Anwälte auch den Chef des Ingolstädter Premiumherstellers in die Zange.

Audi-Chef Rupert Stadler hat Transparenz in der Aufarbeitung der Dieselskandal-Affäre zugesagt. "Ich trage meinen Teil zur Aufklärung bei", erklärte Stadler der "Rheinischen Post". Ob er sich selbst Vorwürfe mache, habe der Audi-Chef nicht sagen wollen, heißt es in der Samstagsausgabe des Blattes.

Dort wird Stadler auch mit den Worten zitiert: "Zuerst müssen alle Fakten auf den Tisch, dann werden sie bewertet." Der Manager habe zudem erklärt, es sei auch sein Antrieb, dass konsequent aufgeklärt werde. Man kooperiere sehr eng mit den Behörden und der Kanzlei Jones Day bei der Klärung offener Fragen.

Die Befragung Stadlers durch die von Volkswagen beauftragte US-Anwaltskanzlei Jones Day soll Insidern zufolge "nichts Stichhaltiges" gegen den Audi-Chef erbracht haben, hatte die Nachrichtenagentur Reuters zuvor berichtet. Spekulationen zufolge war Stadler, der als Audi-Chef auch im Vorstand der Konzernmutter Volkswagen vertreten ist, sei stärker unter Druck geraten, weil Audi tiefer in die Abgasmanipulationen verwoben sei als bislang bekannt.

Stadler ist seit 2007 Chef der VW-Tochter Audi. Vermutungen, dass Audi in den Abgas-Skandal verstrickt sein könnte, sind offenbar nicht aus der Luft gegriffen. Mit Stadlers Befragung folgten die von VW beauftragten Ermittler einer heißen Spur. Im Zusammenhang mit von Jones Day aufgedeckten Ungereimtheiten hat der Konzern Audi-Entwicklungschef Stefan Kirsch vorerst kalt gestellt.

Quelle: ntv.de, mmo/rts