Wirtschaft

"Eskalation hilft niemandem" Autobauer fürchten "Handelskrieg"

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"In einem solchen Handelskrieg gibt es keine Gewinner, auf keiner Seite": Autos aus Deutschland, bereit für den Export.

(Foto: picture alliance / Ingo Wagner/d)

US-Präsident Trump schirmt die Teile der US-Wirtschaft mit Schutzzöllen ab. Mit Blick auf die angedrohten Reaktionen aus Europa warnt die deutsche Autoindustrie vor voreiligen Gegenmaßnahmen. Die Hersteller wissen: Sie wären als nächstes im Visier.

Die deutsche Autoindustrie hat die Politik dazu aufgerufen, einen "Handelskrieg" mit den USA zu vermeiden. "In einem solchen Handelskrieg gibt es keine Gewinner, auf keiner Seite", sagte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Bernhard Mattes. Europa sollte mit Entschiedenheit, aber auch mit Besonnenheit handeln.

US-Präsident Donald Trump hatte Schutzzölle auf eingeführte Stahl- und Aluminiumprodukte verhängt. Die EU erwägt Gegenmaßnahmen. Eine vorläufige Liste der EU-Kommission sieht Strafzölle auf US-Produkte wie Whiskey, Mais und Erdnussbutter vor.

"Mit Emotionen kommen wir nicht weiter"

Mattes warnte indirekt vor solchen Gegenmaßnahmen. Trump hatte gedroht, im Falle von Strafzöllen der EU auf US-Produkte die Importzölle auf europäische Autos zu erhöhen. Dies könnte die deutschen Autohersteller massiv treffen. "Mit Emotionen kommen wir nicht weiter, wir brauchen eine sachliche Debatte", sagte Mattes.

Als Maßstab dafür nannte er die Prinzipien der Welthandelsorganisation WTO, die fairen und freien Handel sichern sollen. "Eine Eskalation hilft niemandem." Die Grundidee des Freihandelsabkommens TTIP sollte wieder aufgenommen werden. "In einem neuen transatlantischen Abkommen könnten dann auch noch bestehende Marktzugangshemmnisse partnerschaftlich abgebaut werden."

Quelle: n-tv.de, mmo/dpa

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