Wirtschaft

Starkes Quartalsergebnis BASF überrascht mit Schlussspurt

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In Schwarzheide in der Lausitz hat BASF einen großes Standort.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

BASF gilt wegen seiner Größe als eine Art Konjunkturindikator. Und der Chemieriese sendet Signale der Hoffnung. Im viertel Quartal belebten sich die Geschäfte spürbar. Zudem konnte das Unternehmen höhere Preise durchsetzen.

Der von der Corona-Krise gebeutelte Chemiekonzern BASF ist zum Jahresende auf Erholungskurs gegangen. Im vierten Quartal stieg das bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) um fast ein Drittel auf 1,1 Milliarden Euro, wie das Ludwigshafener Unternehmen mitteilte. BASF habe damit besser als von Analysten erwartet abgeschnitten. Der Umsatz erhöhte sich dank eines höheren Absatzes und gestiegener Preise um mehr als acht Prozent auf 15,9 Milliarden Euro.

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Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie hatten den Chemieriesen im vergangenen Jahr massiv belastet. Am stärksten litt BASF unter der gesunkenen Nachfrage aus der Autoindustrie, der wichtigsten Kundengruppe des Unternehmens. Alleine im dritten Quartal fielen Wertberichtigungen von 2,8 Milliarden Euro an. Zum Jahresende erholten sich die Auftragseingänge bei BASF aber wieder, bei Grundstoffen, Kunststoffvorprodukten sowie Zusatzstoffen für industrielle Anwendungen lief es deutlich besser.

In dem von der Autobranche abhängigen Geschäftsfeld Surface Technologies sowie bei Nahrungsergänzungsmitteln und Chemikalien für Kosmetik und Reinigungsmitteln seien die Gewinne leicht hinter den Erwartungen der Analysten geblieben. Deutlich schlechter als am Markt geschätzt fiel das Ergebnis im Agrargeschäft aus - hier wirkten sich negative Wechselkurseffekte aus, hieß es weiter.

Im Gesamtjahr erlöste BASF den vorläufigen Zahlen zufolge 59,2 Milliarden Euro - geringfügig weniger als im Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis sank dagegen um beinahe ein Viertel auf rund 3,6 Milliarden Euro. Damit übertraf der Konzern seine Prognosen.

Die Chemiebranche und mit ihr Branchenprimus BASF gelten als wichtiger Konjunkturindikator, da ihre Produkte in allen großen Industriezweigen benötigt werden. Seine Bilanz will der Chemiekonzern am 26. Februar veröffentlichen. Dann wird sich auch zeigen, ob der Chemiekonzern womöglich seine Dividende kürzt. Dies hatte Vorstandschef Martin Brudermüller Ende Oktober nicht ausschließen wollen, falls sich die Wachstumschancen dadurch verringern und die Profitabilität erheblich beeinträchtigen sollten.

Quelle: ntv.de, jwu/rts/DJ